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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Rhein-Main Flug- und Bahnlärmgegner schließen sich zusammen

 ·  Bisher protestieren sie jeweils für sich, doch das soll sich fortan ändern. Gegner von Fluglärm einerseits und Bahnlärm andererseits schließen sich zusammen.

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Die rheinland-pfälzischen Bürgerinitiativen gegen Lärm auf Straßen, Schienen und in der Luft streben eine engere Zusammenarbeit an. „Wir wollen heute einen Impuls setzen für unser Land, dass sich Flug-, Bahn- und Straßenlärmgegner zusammenschließen“, erklärte der Vorsitzende des Bürgernetzwerks Pro Rheintal, Frank Gross, in Mainz.

Das sei auch ein bundesweites Bestreben, sagte er am Tag des Lärms. „Es ist unsinnig, Verkehrslärm zu trennen.“ Im Verbund mehrerer Bürgerinitiativen seien etwa gemeinsame Demonstrationen und die Sammlung von mehr Unterschriften denkbar.

„Mitarbeiter weniger leistungsfähig“

Die Mainzer Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne) sagte mit Blick auf den Fluglärm am Frankfurter Flughafen, sie habe schon Briefe von Firmen bekommen, „die den Eindruck haben, dass ihre Mitarbeiter weniger leistungsfähig sind. Das ist natürlich kontraproduktiv.“ Jochen Schraut von der Initiative gegen Fluglärm Mainz Oberstadt berichtete: „Bei uns sind Leute in den Keller gezogen zum Schlafen.“ Andere steckten sich nachts bei ungünstigem Wind Stöpsel in die Ohren.

Mehrere Bürgerinitiativen stellten am Mittwoch ein Manifest vor, in dem es etwa zu ständiger Beschallung heißt: „Stress, Tinnitus, Hörsturz, ja Herzinfarkt können die Folge sein. Ruhezeiten und Ruheräume müssen ein Menschenrecht sein!“

Lärmschutz auf alter Grundlage

Pro-Rheintal-Chef Gross kritisierte, der bundesweite gesetzliche Lärmschutz stamme aus dem Jahr 1974 und sei nie auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisiert worden. „Man scheut sich vor den Kosten des Schallschutzes“, vermutete er. Dabei blieben jedoch die Kosten für lärmbedingte Krankheiten unbeachtet.,

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