Home
http://www.faz.net/-gzg-75rbz
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Rekord für Institut Senckenberg-Forscher entdecken 329 Arten

2012 geht als Rekordjahr in die Geschichte des Frankfurter Senckenberg-Instituts ein: Mehr als 300 neue Arten haben seine Forscher entdeckt.

© Senckenberg Vergrößern Von Senckenberg-Forschern im vergangenen Jahr erstmals ausfindig gemacht: Geldfärber-Frosch

Noch nie hat das Forschungsinstitut Senckenberg mehr neue Arten beschrieben als im vergangenen Jahr. „2012 war mit 329 neu entdeckten Arten der bisherige Senckenberg-Spitzenreiter“, rechnete Direktor Prof. Volker Mosbrugger am Dienstag in Frankfurt vor. „Demnach haben wir etwa zwei Prozent der weltweit neu entdeckten Arten beschrieben.“

Mehr zum Thema

In den letzten fünf Jahren haben die Wissenschaftler nach eigenen Angaben über 1100 neue Arten beschrieben, darunter farbenfrohe Inselkrabben, abfärbende Frösche, fossile Spechte und eine augenlose Riesenkrabbenspinne. „Ziel ist dabei immer, die Vielfalt des Lebens auf der Erde zu erfassen und zu erhalten“, erklärte Peter Jäger, Spinnen-Experte und selbst Entdecker zahlreicher neuer Arten.

Senckenberg-Forscher entdecken neue Schlangenart © dpa Vergrößern Die Schlangenart war 2012 unter den 329 Arten, die Senckenberg-Forscher entdeckt haben

Wie viele Arten es gibt, ist umstritten. Schätzungen schwanken zwischen drei und hundert Millionen. „Sicher ist, dass der Mensch einen Großteil davon noch nie zu Gesicht bekommen hat“, sagte Jäger.

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Neue Frühmenschen-Art Lucys wilder Nachbar

Wie viele Menschenvorfahren gibt es wohl? Kiefernfunde aus Äthiopien sollen belegen: Die Vielfalt war größer als lange angenommen. Doch die Zweifel bleiben. Mehr Von Joachim Müller-Jung

29.05.2015, 14:05 Uhr | Wissen
Fragen an Prof. Lortkipanidse Ein schönes Bild des Homo

Wie viele unterschiedliche Frühmenschen existierten nebeneinander? Eine alte Streitfrage. Der Paläoanthropologe Dawit Lordkipandze (georgisch: Dawit Lortkipandse), ist ein Glückspilz. Seine Ausgrabungsstätte Dmanisi gilt als die älteste Fundstelle für frühe Vertreter der Gattung Homo außerhalb Afrikas. In Georgien haben die Hominini ihre ersten Spuren in Eurasien hinterlassen. Es ist zugleich eine der fossilienreichsten Fundstellen. Lortkipanidse ist derzeit Gastforscher am Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt am Main. Mehr

22.04.2015, 00:43 Uhr | Wissen
Heute in der Zeitung Fontänen aus der Erde

Die Gründe, warum Geysire ausbrechen, und die Haustierwerdung des Hundes, die verräterische Kraft des Händedrucks und die große Frage, ob es Leben im All gibt - diese und weitere Themen finden sich heute in unserer Mittwochsbeilage Natur und Wissenschaft. Mehr

27.05.2015, 06:00 Uhr | Wissen
Ecuador und Nordperu Mini-Drachen in den Anden gefunden

Forscher haben in den Wäldern der tropischen Anden drei neue Zwergdrachenarten entdeckt – genau genommen sind die bedrohlich wirkenden Tierchen Leguane der Gattung Enyalioides. Die meisten dieser Schuppenkriechtiere wurden erst in den vergangenen Jahren entdeckt. Die jüngsten bekannten Arten fand ein internationales Wissenschaftlerteam nun in Ecuador und Nordperu. Mehr

17.04.2015, 12:22 Uhr | Wissen
Pflanzen für Kenner Von wegen lila Veilchen

Die Gattung Viola steht symbolisch für eine Farbe, die sie meist gar nicht hat. Das ist nicht das einzige Missverständnis. Mehr Von Sonja Kastilan und Jörg Albrecht

24.05.2015, 09:00 Uhr | Wissen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 15.01.2013, 16:23 Uhr

Gesetze reichen nicht als Schutz für Polizisten

Von Katharina Iskandar

Polizisten werden auch in Alltagssituationen attackiert. Nur mit schärferen Gesetzen zu reagieren greift deshalb zu kurz. Was in der politischen Diskussion oft vernachlässigt wird, ist der gesellschaftliche Wandel. Mehr 7 12