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Wirtschaftskriminalität Ikea: Hauptbeschuldigter in Schmiergeld-Affäre erhängt sich

16.09.2005 ·  Der Hauptbeschuldigte im bundesweiten Schmiergeld-Skandal beim schwedischen Möbelhaus Ikea hat sich in seiner Gefängniszelle erhängt. Bei ihren Ermittlungen nimmt die Staatsanwaltschaft die Jahre 2000 bis 2005 unter die Lupe.

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Der Hauptbeschuldigte im bundesweiten Schmiergeld-Skandal beim schwedischen Möbelhaus Ikea hat sich in seiner Gefängniszelle erhängt. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. Dem 56 Jahre alten Bauleiter der Ikea-Deutschland-Zentrale im hessischen Wallau bei Wiesbaden waren Bestechlichkeit und Untreue vorgeworfen worden.

Er soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft einen Schaden von mehr als zwei Millionen Euro verursacht haben. Der Mann hatte sich bereits am vergangenen Samstag mit einem Hosengürtel in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt-Höchst erhängt.

Der Manager habe zuvor Selbstmordabsichten geäußert, berichtete die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Doris Möller-Scheu. Deswegen sei er auf Anordnung des Ermittlungsrichters jede halbe Stunde von einem Wärter überwacht worden. Der Hauptbeschuldigte habe Bereitschaft zu einer Aussage bei der Staatsanwaltschaft signalisiert. „Aber dann ist er nicht mehr zum Sprechen gekommen“, sagte die Justizsprecherin. „Das macht die Ermittlungen nicht leichter.“

Wegen des Korruptionsskandals sitzen noch ein anderer Ikea-Bauleiter und zwei Bereichsleiter einer Baufirma in Untersuchungshaft. Ein weiterer, ursprünglich inhaftierter Beschuldigter war in Nordrhein-Westfalen auf freien Fuß gekommen. Insgesamt gibt es laut Staatsanwaltschaft rund 20 Verdächtige.

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