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Veröffentlicht: 19.12.2008, 20:02 Uhr

Weihnachten Mit der Säge zum Tannenbaum

Etwa 1,5 Millionen Weihnachtsbäume stellen die Hessen jedes Jahr in ihren Stuben auf. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es in einer Reihe von Forstämtern die Gelegenheit, den Baum selbst zu fällen.

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© dpa Schlepper: Auch in diesem Jahr können die Hessen ihre Weihnachtsbäume selbst schlagen

Zu ihrem Weihnachtsbaum haben die Deutschen ein inniges Verhältnis. Der Stolz über das Schnäppchen an einem der zahlreichen Christbaumstände wird nur noch vom Glücksgefühl übertroffen, das gute Stück selbst gesägt und bis zum Parkplatz geschleppt zu haben. Letzteres garantiert Frische, und auf das von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald empfohlene Herkunftssiegel, das den Baum als Gewächs der näheren Umgebung aufweist, braucht man in diesem Fall nicht zu achten. Für die Ökobilanz ist dann nur noch der Benzinverbrauch des eigenen Autos entscheidend. Etwa 1,5 Millionen Weihnachtsbäume stellen die Hessen jedes Jahr in ihren Stuben auf, und ein Drittel davon kommt nach Angaben des hessischen Umweltministers Wilhelm Dietzel (CDU) aus heimischen Wäldern. Weihnachtsbäume sind eines der Produkte, die der Landesbetrieb Hessen-Forst über die Forstämter anbietet. An diesem Wochenende ist die letzte Gelegenheit, mit der Säge in den Wald zu ziehen.

Bernhard Biener Folgen:

Wo gibt es Nordmanntannen, wo Blaufichten?

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Besonders groß ist das Angebot im Taunus. Das Forstamt Königstein bietet am Samstag zwischen 10 und 16 Uhr folgende Baumkulturen zur Selbstwerbung an, wie es in der Fachsprache heißt: Am Parkplatz Breiter Weg an der B 455 gegenüber dem Rettershof zwischen Fischbach und Schneidhain gibt es Nordmanntannen, Blaufichten und Fichten. Blaufichten stehen außerdem in der Nähe des Parkplatzes Landsgraben an der Landstraße zwischen Ruppertshain und Schloßborn und An der Hasenmühle Schloßborn, die über die Heftricher Straße angefahren werden kann. Kulturen von Nobilis- und Nordmanntannen sind vom Parkplatz Tuttmannswald bei Schmitten-Seelenberg sowie vom Parkplatz Pferdskopf oberhalb von Schmitten-Treisberg erreichbar. Nordmanntannen und Blaufichten können schließlich am Weberhäuschen an der Kreisstraße zwischen den Hofheimer Stadtteilen Langenhain und Diedenbergen geschlagen werden.

Auch das Forstamt Weilrod hat an diesem Wochenende noch Termine. Im Revier Grävenwiesbach können sich Besucher am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr verschiedene Tannen in der Abteilung „Hoher Berg“ aussuchen. Sie ist von Usingen aus auf der B 456 in Richtung Grävenwiesbach zu erreichen. Zwischen der ersten und der zweiten Abfahrt sollten Schilder auf der linken Seite stehen. Als besondere Attraktion sorgt der Kindergarten Laubach für Bratwürstchen, Schmalzbrote und Getränke. Jeweils Blaufichten gibt es nur am Samstag an drei weiteren Stellen: von 10 bis 16 Uhr nahe der Sendefunkstelle, und zwar von Usingen aus auf der B 275 bis kurz vor den Ortseingang Merzhausen, von 10 bis 14 Uhr in der Gemarkung Kleiner Steinkopf im Weilroder Ortsteil Niederlauken und von 13 Uhr an in der Gemarkung Heinzenberg im Weilroder Ortsteil Altweilnau. Dort ist der Weg vom Friedwaldparkplatz aus beschildert.

Herz für Romantiker

Auch das Forstamt Bad Schwalbach hat ein Herz für Romantiker und öffnet am Samstag und Sonntag von 10 bis 15 Uhr eine Baumkultur, bietet aber auch schon geschlagene Bäume an. Die Abfahrt von der B 417 zwischen Görsroth und Wallbach ist ausgeschildert. Ein knappes Zeitfenster gibt das Forstamt Schlüchtern vor. Am Samstag von 9 bis 11 Uhr können Fichten und Tannen am Bärenhäuschen an der Landstraße zwischen Gundheim und Oberzell geschlagen werden.

Wer es nicht selbst in den Wald schafft, kann bis einschließlich Montag, 22. Dezember, schon geschlagene Bäume kaufen. Das Königsteiner Forsthaus, Ölmühlweg 17, ist dazu täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. In Hanau-Wolfgang verkauft die Forstbaumschule Wolfgang, Rodenbacher Chaussee 9, täglich von 8 bis 16 Uhr Weihnachtsbäume.

Die Termine sind im Internet unter www.hessen-forst.de unter der Rubrik des jeweiligen Forstamts nachzulesen.

Quelle: F.A.Z.

 

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