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Versorger & Verbraucher Mainova erhöht Gaspreise um bis zu 15 Prozent

20.09.2005 ·  Der Frankfurter Gasversorger Mainova wird seine zum 1. Oktober geplante Tariferhöhung drosseln - und „nur“ bis zu 15 Prozent mehr verlangen. Die gute Nachricht: Die Stadtwerke Friedberg und Butzbach verzichten ganz auf die beabsichtigte Steigerung.

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Im Streit um die hessischen Gaspreise hat sich Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) mit drei weiteren Versorgungsunternehmen geeinigt: Die Frankfurter Mainova wird ihre zum 1. Oktober geplante Tariferhöhung drosseln, die Stadtwerke Friedberg und Butzbach verzichten ganz auf die Steigerung. Dies teilten Rhiel und die Unternehmen am Dienstag mit. Ein Durchschnittshaushalt spare damit jährlich bis zu 150 Euro.

Rhiel hatte Anfang Juli zwölf Versorger mit insgesamt einer halben Million Kunden zu Abschlägen aufgefordert, weil ihre Preise weit über denen der billigsten Anbieter liegen. Der Minister sah darin einen Monopol-Mißbrauch. Wegen des steilen Anstiegs des Erdölpreises - an den der Erdgaspreis gekoppelt ist - planten die Unternehmen um diese Zeit bereits neue Erhöhungen.

Geplant waren 21,6 bis 24,3 Prozent mehr

Der am Dienstag bekannt gegebenen Einigung zu Folge wird die Mainova - das mit 220.000 Kunden größte Unternehmen - ihre Preise zum 1. Oktober um 13,1 bis 15 Prozent heraufsetzen. Geplant gewesen waren 21,6 bis 24,3 Prozent. Bis zum Ende der Heizperiode am 31. März 2006 unterläßt die Mainova weitere Steigerungen. Vorstandschef Ewald Woste sagte, dies schmälere den Firmengewinn um 9,5 Millionen Euro. Allerdings erspare sich die Mainova langwierige Auseinandersetzungen mit dem Ministerium.

Das eingeleitete Verfahren habe sein Ziel erreicht, sagte Rhiel: „Ohne das Kartellverfahren hätten die Gaskunden im nächsten Jahr knapp zehn Millionen Euro weniger im Portemonnaie. Ohne Kartellverfahren wäre die Gasrechnung inklusive Mehrwertsteuer für ein Reihenhaus nicht um 142 Euro, sondern um 234 Euro gestiegen.“ Eine absolute Senkung sei aber wegen der deutlich erhöhten Bezugskosten der Versorger nicht erreichbar gewesen.

Auch Wetzlarer Versorger üben sich in Verzicht

Die Stadtwerke Friedberg verzichten bis Ende des Jahres auf weitere Erhöhungen und damit auch auf den zum 1. Oktober geplanten Aufschlag von 7,5 Prozent für ihre 7500 Kunden. Die rechnerische Ersparnis liegt zwischen 82,63 Euro (Reihenhaus) und 128,66 Euro (Einfamilienhaus) jährlich. Das Unternehmen hatte zuletzt im März die Preise heraufgesetzt. Betriebsleiter Klaus Detlef Ihl bezifferte die Kosten für sein Unternehmen auf 200.000 Euro. Die Energieversorgung Butzbach streicht eine geplante Erhöhung um 6,5 Prozent. Schon Anfang September hatten zwei Wetzlarer Gasversorger auf Druck Rhiels Preissteigerungen abgesagt.

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