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Verkehr Wenn der Ball rollt, rollt auch der Verkehr

02.05.2006 ·  Noch behindern Baustellen den Verkehrsfluß auf den Autobahnen rund um Frankfurt. Bis zum Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft sollen sie verschwunden sein.

Von Hans Riebsamen
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Kommt es während der Fußball-Weltmeisterschaft auf den Autobahnen rund um Frankfurt zum Dauerstau? Nicht nur die Bauarbeiten auf der A 66 - zwischen Wiesbadener Kreuz und Krifteler Dreieck - geben Anlaß zur Sorge. Auch auf der A 3 zwischen Mönchhofdreieck und der Anschlußstelle Kelsterbach wird derzeit noch gebaggert. Auf der A 5 zwischen dem Frankfurter Kreuz und dem Westkreuz sind ebenfalls Straßenbauer mit ihren Maschinen im Einsatz.

Ein Verkehrschaos bei der Fußball-Weltmeisterschaft, bei der das Fahrzeugaufkommen nach allen Vorhersagen nicht nur an den Frankfurter Spieltagen, sondern während des gesamten Turniers steigen wird, scheint unausweichlich.

Die Betonung muß auf „scheint“ liegen. Denn die Planer vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen Frankfurt haben mit Blick auf das Großereignis die Bauarbeiten auf den drei Frankfurter Autobahnen bewußt so terminiert, daß sie bis zur WM entweder vollendet sind oder aber dann für einen Monat ruhen können. Wenn am 10. Juni die Fußballfans mit dem Auto zum Spiel England gegen Paraguay Richtung Frankfurt eilen, sollten sie deshalb weitgehend freie Fahrt haben.

„Die Schäden nahmen progressiv zu“

Die A 66 werde bis zur Weltmeisterschaft vom Wiesbadener Kreuz bis zum Krifteler Dreieck durchgängig dreispurig befahrbar sein, kündigt Gerd Neumann, der Leiter der Bauabteilung beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Frankfurt, an. Zwar sei das Mittelstück bei der Raststätte Weilbach - also in Höhe der Esso-Tankstelle - lediglich zweispurig, doch könne vorübergehend der Standstreifen als dritte Spur genutzt werden. Erst nach dem Turnier werden dort die Arbeiten an der regulären dritten Spur wiederaufgenommen.

Die zweispurige Engstelle beim Krifteler Dreieck, wo man aber ohnehin auf die Bundesstraße 40 zum Stadion abbiegen kann, soll Ende 2007 dreispurig ausgebaut sein. Danach folgen Restarbeiten wie der Bau von Lärmschutzwänden, die den Verkehr nicht weiter behindern dürften. 2008 soll die mehr als 80 Millionen Euro teure, 2004 begonnene Verbreiterung der A 66 abgeschlossen sein. Diese Autobahn wird derzeit täglich von 90.000 Fahrzeugen benutzt; bis 2015 wird mit einem Anstieg auf etwa 120.000 Fahrzeuge gerechnet.

Für Stadionbesucher wichtiger dürfte jedoch das Geschehen auf der A 3 sein. Bei hoher Verkehrsbelastung gibt die Straßenverwaltung dort schon seit geraumer Zeit den Standstreifen als zusätzliche Fahrspur frei. Dies hat allerdings dazu geführt, daß die dafür eigentlich nicht vorgesehene Standspur immer mehr Schäden aufwies. Auch die rechte Spur blieb nicht intakt. „Die Schäden nahmen progressiv zu“, so Neumann. Um beide Fahrbahnen für das hohe Verkehrsaufkommen zu ertüchtigen, seien derzeit zwischen Mönchhofdreieck und Kelsterbach Bauarbeiter tätig. Doch soll deren Tätigkeiten am 23. Mai, also rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft, abgeschlossen sein.

Baustellen auf der A 5

Auch die im Frankfurter Einzugsgebiet liegenden Baustellen auf der A 5 sollen bis dahin verschwunden sein. Noch werden zwischen Frankfurter Kreuz und Niederrad der Standstreifen und die rechte Fahrspur stabilisiert. Auch auf diesem Abschnitt soll demnächst der Sicherheitsstreifen während des Berufsverkehrs als zusätzliche Fahrbahn zur Verfügung stehen.

Einen Strich durch die Rechnung hat den Verkehrsplanern aber der strenge Winter gemacht. Mit Sonderschichten und einem Zehn- anstelle eines Achtstundentages haben die Straßenbaufirmen den Rückstand jedoch wieder aufgeholt. Es gilt somit weiterhin die Voraussage des Verkehrsministers, Alois Rhiel (CDU), daß die Rhein-Main-Region für den Ansturm Zehntausender Fußballfans gewappnet sei.

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Jahrgang 1954, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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