Wegen der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst werden am Donnerstag auch im Rhein-Main-Gebiet viele Bus- und Straßenbahnverbindungen nicht oder eingeschränkt zur Verfügung stehen. In Frankfurt werden die Busse und Bahnen der Verkehrsgesellschaft den ganzen Tag über bestreikt, wie das Unternehmen mitteilte. Gleiches gilt der Gewerkschaft Verdi zufolge für Offenbach. Die von der Deutschen Bahn AG betriebenen S-Bahnen werden nicht betroffen sein.
Wie es außerdem hieß, sind die Beschäftigten von Müllabfuhr, in öffentlichen Verwaltungen der Städte und Gemeinden, von Kindertagesstätten, Sparkassen und Beschäftigte in Krankenhäusern vielerorts dazu aufgerufen die Arbeit niederzulegen. Das führt unter anderem dazu, dass Vorstellungen im Schauspiel Frankfurt ausfallen werden. Auch in der Energie- und Wasserversorgung hat Verdi Streiks vorgesehen, hier wird den Angaben zufolge der Schwerpunkt in Nord- und Osthessen liegen.
Auch in Südhessen ist damit zu rechnen, dass neben den Stadtverwaltungen unter anderem in Darmstadt alle kommunalen Verwaltungen in der Region inklusive der Betriebe der Abfallwirtschaft und die Dienststellen der Landkreisverwaltungen betroffen sein werden, wie die Gewerkschaft weiter wissen ließ. In Hanau sind alle Dienststellen der Stadtverwaltung sowie die umliegenden Stadt- und Gemeindeverwaltungen zu einem ganztägigen Streik aufgerufen.
Verdi-Landeschef Jürgen Bothner äußerte, dass anders als bei der ersten Warnstreikwelle im Februar sich die heutigen Aktionen nicht auf einzelne Teile des öffentlichen Dienstes beschränkten und es diesmal auch keine regionalen Schwerpunkte gebe. Diesmal werde landesweit der gesamte Geltungsbereich des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst einbezogen.

