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Universität Mainz Studienplätze werden verlost

02.04.2009 ·  Die Mainzer Hochschule rechnet für den Sommer mit weniger Studenten. Der Rückgang bei den Erstsemestern gibt der Uni-Leitung Rätsel auf. Das bedeutet aber auch, dass zum Wintersemester die Zulassungsbeschränkungen gelockert werden könnten.

Von Markus Schug, Mainz
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Eine schlüssige Antwort auf die Frage, warum sich für das Sommersemester 2009 nur noch halb so viele Erstsemester an der Mainzer Hochschule eingeschrieben haben als im Vorjahr, hat Georg Krausch derzeit nicht. Der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität spricht von einer sehr überraschenden Entwicklung: „Weil immer weniger Hochschulen in Deutschland zum Sommersemester zulassen, hätten wir eigentlich mit einer höheren Nachfrage gerechnet.“

Vor allem das Desinteresse von Abiturienten aus Rheinland-Pfalz, die seit März ihren Schulabschluss in der Tasche haben, gibt ihm Rätsel auf. Der Anteil der Bewerbungen aus dem eigenen Bundesland sei um 45 Prozent zurückgegangen, sagte der Uni-Präsident bei einer Pressekonferenz in Mainz.

Aufnahme zum Sommer- und Wintersemester

Da die Zahl der Ersteinschreibungen mit rund 950 Studienanfängern, nach 1992 im Frühjahr 2008, deutlich niedriger ausfallen dürfte, rechnet die Universität bis zum Herbst nur mit insgesamt knapp 34.000 Männern und Frauen, die in Mainz studieren. Vor Jahresfrist waren es 34.574 Studenten.

Für Irritationen und Fehlinformationen könnte laut Krausch gesorgt haben, dass ein großer Teil der Fächer zunächst davon ausgegangen sei, ein Studienbeginn mit Einführung der neuen Bachelorstudiengänge werden nur noch einmal im Jahr, vorzugsweise im Herbst, möglich sein. Dabei habe der Senat der Hochschule zum Jahresbeginn beschlossen, dass es in allen Fächern grundsätzlich bei der Aufnahme von Erstsemestern zum Sommer- und zum Wintersemester bleiben soll. Dies nicht zuletzt deshalb, damit auch jene Studenten, die aus dem vielfältigen Angebot der Mainzer Universität zwei oder mehr Fächer miteinander kombinieren möchten, jederzeit beginnen können.

Aufgrund der geringeren Nachfrage will die Universität bis Ende April klären, ob und in welchen Fächern zum Wintersemester die Zulassungsbeschränkungen aufgehoben werden sollten. Dies müsse mit viel Augemaß geprüft werden, sagte Krausch: „Denn es ist niemandem damit gedient, wenn ein Fach durch Aufhebung des Numerus clausus plötzlich vollständig überlaufen wird und damit keine regulären Studienbedingungen mehr hergestellt werden können.“

Da es noch einige freie Studienplätze in Mainz gibt, haben Abiturienten die Chance, sich an einem Losverfahren zu beteiligen und so im günstigen Fall schon Ende des Monats ihr Studium aufnehmen zu können. Hierzu reiche es aus, bis zum 15. April eine Postkarte an die Universität zu schicken, auf der vermerkt wird, für welchen Studiengang sich der Bewerber interessiert, erläuterte der Leiter der Abteilung Studium und Lehre, Bernhard Einig. Alle weiteren Informationen zum Verfahren finden sich unter www.uni-mainz.de/studium/10171.php im Internet.

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Jahrgang 1962, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Mainz.

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