15.07.2005 · Der alt-römische Grenzwall Limes gehört ab sofort zum Weltkulturerbe der Unesco. Das hat die Die UN-Kulturorganisation am Freitag in Südafrika beschlossen. Über Heidelbergs Altstadt wurde nicht entschieden.
Der alt-römische Grenzwall Limes gehört ab sofort zum Weltkulturerbe der Unesco. Die UN-Kulturorganisation stimmte am Freitag in Durban (Südafrika) seiner Aufnahme in die Liste der Welterbe-Stätten zu. Die Entscheidung über eine Aufnahme von Heidelbergs Alstadt wurde verschoben.
Der 550 Kilometer lange Limes gilt als Europas größtes archäologisches Denkmal. In Deutschland läuft er vom Raum Koblenz in Rheinland-Pfalz durch Hessen und Baden-Württemberg bis in die Region Regensburg in Bayern.
Der Limes ist Deutschlands 28. Welterbe-Stätte. Zu ihr gehört auch der Kölner Dom, der nach einer Entscheidung der Unesco vom Vortag wegen der Gefährdung seiner Silhouette durch städtische Baupolitik vorerst weiter als auf der Roten Liste bleibt (siehe auch: Kölner Dom bleibt auf der Roten Liste der Unesco).
Weitere Neuaufnahmen sind einer der größten und ältesten Meteoritenkrater in Südafrika sowie die beiden norwegischen Fjorde Geiranger und Naeroy.
Deutschlands Welterbe
Deutschland war bisher mit 27 Stätten in der Unesco-Liste der Welterbe-Stätten verzeichnet. Nachfolgend die bisherigen Stätten mit dem Jahr der Aufnahme in die Liste (K steht für Kulturerbe, N für Naturerbe):
1. Aachener Dom (K/1978)
2. Speyerer Dom (K/1981)
3. Würzburger Residenz (K/1981)
4. Wallfahrtskirche „Die Wies“ im bayerischen Pfaffenwinkel (K/1983)
5. Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl (K/1984)
6. Dom und Michaeliskirche von Hildesheim (K/1985)
7. Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier (K/1986)
8. Hansestadt Lübeck (K/1987)
9. Schlösser und Parks von Potsdam-Sanssouci und Berlin (Glienicke
und Pfaueninsel) (K/1990)
10. Ehem. Benediktiner-Abtei Lorsch mit ehem. Kloster Altenmünster
K/1991)
11. Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar (K/1992)
12. Altstadt von Bamberg (K/1993)
13. Kloster Maulbronn (K/1993)
14. Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg (K/1994)
15. Völklinger Hütte (K/1994)
16. Fossilienlagerstätte Grube Messel (N/1995)
17. Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau (K/1996)
18. Kölner Dom (K/1996)
19. Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg (K/1996)
20. Klassisches Weimar (K/1998)
21. Wartburg (K/1999)
22. Berliner Museumsinsel (K/1999)
23. Gartenreich Dessau-Wörlitz (K/2000)
24. Klosterinsel Reichenau im Bodensee (K/2000)
25. Industriekomplex Zeche Zollverein in Essen (K/2001)
26. Altstädte von Stralsund und Wismar (K/2002)
27. Oberes Mittelrheintal (K/2002)