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Trinkwasserversorgung sichergestellt Hochwasser verunreinigt Brunnen in Gelnhaar

01.03.2010 ·  Die Notversorgung mit Trinkwasser im Ortenberger Stadtteil Gelnhaar ist am Sonntag beendet worden. Am Donnerstag waren im Dorfbrunnen und den Wasserleitungen Keime und Bakterien festgestellt worden.

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Die Notversorgung mit Trinkwasser im Ortenberger Stadtteil Gelnhaar ist am Sonntag beendet worden. Am Donnerstag waren im Dorfbrunnen und den Wasserleitungen Keime und Bakterien festgestellt worden. Seither müssen die rund 1100 Einwohner von Gelnhaar vom Technischen Hilfswerk mit aufbereitetem Wasser versorgt werden. Der Brunnen wurde nach Angaben von Ortsvorsteher Olaf Kromm (SPD) vermutlich durch das Hochwasser der nur wenige Dutzend Meter vorbeifließenden Bleiche verunreinigt.

Nach den Worten Kromms und des Ortenberger Stadtbrandinspektors Lars Henrich konnte Sonntagmittag die Trinkwasserausgabe am Feuerwehrhaus in Gelnhaar beendet werden. Dort hatten in den vergangenen Tagen die Bürger des Ortes ihre Milchkannen und große Plastikkanister von Feuerwehrleuten mit sauberem Trinkwasser befüllen lassen. Die Ausgabe erfolgte zwei Stunden morgens und mittags sowie drei Stunden am Abend. Älteren Einwohnern des Dorfes wurde das Wasser nach Hause geliefert.

Wasser wird den Bürgern gutgeschrieben

Der Ortsvorsteher und der Stadtbrandinspektor berichteten, dass sich die Bürger sehr besonnen verhalten und die Unannehmlichkeiten gelassen hingenommen hätten. Zudem seien Dutzende freiwillige Helfer zum Teil im Dauerregen im Einsatz gewesen. Sonntagnachmittag heulten dann die Sirenen in Gelnhaar abermals, weil die Feuerwehr Sturmschäden beseitigen musste.

Die Verunreinigung des Trinkwassers war am Donnerstag festgestellt worden. Mit Lautsprecherdurchsagen wurde die Bevölkerung davor gewarnt, das Leitungswasser zu trinken oder zum Kochen zu benutzen. Das gesamte Wasser im Hochbehälter und in den Rohrleitungen wurde daraufhin in Abstimmung mit dem Wetterauer Gesundheitsamt abgelassen. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks filterten das Brunnenwasser und füllten den Hochbehälter neu auf. Nachdem die Hauptwasserleitungen und die Hausanschlüsse am Samstag auch mit gechlortem Wasser desinfiziert und durchgespült worden waren, wurden die Einwohner darüber informiert, dass sie das Leitungswasser wieder uneingeschränkt verwenden könnten. Die Bürger wurden jedoch darauf hingewiesen, alle Wasserhähne einige Minuten lang durchzuspülen. Die Stadt Ortenberg teilte mit, sie werde die verbrauchte Wassermenge den Bürgern gutschreiben.

Aufbereitungsanlage aus Tübingen

Für den Einsatz in Gelnhaar hatten der Wetteraukreis und die Stadt Ortenberg eine Spezialeinheit des Technischen Hilfswerks (THW) aus dem rheinhessischen Wörrstadt beauftragt. Nach Einschätzung der Einsatzleitung werden die Sanierungsarbeiten mehrere Wochen dauern; Wasserspezialisten aus Rüsselsheim und Rothenburg an der Fulda sind zur Unterstützung angefordert.

Die für die Filtration notwendige Anlage wurde vom THW-Ortsverband Tübingen zur Verfügung gestellt und noch in der Nacht zum Freitag mit 20 Helfern in Betrieb genommen. Mit der Aufbereitungsanlage können nach Angaben des THW Wörrstadt stündlich rund 15.000 Liter Wasser gefiltert und entsprechend den Vorgaben der Trinkwasserverordnung aufbereitet werden. Mit dem desinfizierten Wasser werden auch in den nächsten Tagen die rund 1100 Einwohner in Gelnhaar versorgt. Derzeit wird die Aufbereitungsanlage von drei Spezialisten rund um die Uhr betreut. Die Anlage soll so lange in Betrieb bleiben, bis eine stationäre Filteranlage eingerichtet ist. Ortsvorsteher Kromm sagte, er rechne damit, dass der Einbau eines neuen Filters im Pumpenhaus etwa ein bis zwei Wochen dauern werde. So lange werde das Wasser direkt am Brunnen filtriert. Die technische Aufrüstung der Anlage ist nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung erforderlich, weil der Dorfbrunnen nicht sehr tief ist.

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