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Streit um Tariftreue Große Mehrheit für Streik bei Vacuumschmelze

10.09.2008 ·  Beim Hanauer Metallbetrieb Vacuumschmelze wird von Donnerstag an gestreikt. Eine große Mehrheit der IG Metall-Mitglieder im Betrieb sprach sich bei der Urabstimmung für den Arbeitskampf aus, wie die Gewerkschaft mitteilte. Sie verlangt die Rückkehr des Betriebs in den Flächentarif.

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Beim Hanauer Metallbetrieb Vacuumschmelze wird von Donnerstag an gestreikt. Eine große Mehrheit der IG Metall-Mitglieder im Betrieb sprach sich bei der Urabstimmung für den Arbeitskampf aus, wie die Gewerkschaft mitteilte. In dem Konflikt um den Tarifausstieg des Unternehmens hatte es in den Wochen zuvor sieben Warnstreiks und Protestaktionen gegeben.

Der Hersteller magnetischer Spezialwerkstoffe war aus dem Flächentarifvertrag ausgestiegen und hatte dies mit den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen begründet. Mit dem Streik soll das Unternehmen zur Anerkennung des Tarifs gezwungen werden. In Hanau arbeiten rund 1500 Menschen, etwa 90 Prozent sind nach Gewerkschaftsangaben bei der IG Metall organisiert.

Bei der Urabstimmung hätten sich mehr als 90 Prozent der über 1000 in der IG Metall organisierten Stimmberechtigten für den Arbeitskampf ausgesprochen. Dabei wären nur 75 Prozent Zustimmung für den Streik nötig gewesen. Die Wahlbeteiligung lag den Angaben zufolge ebenfalls bei mehr als 90 Prozent.

Vor der Urabstimmung hatte die Gewerkschaft ein Kompromissangebot der Geschäftsleitung zurückgewiesen. Die Offerte sah den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2011 und die Rückkehr in die Tarifgemeinschaft vor. Bedingung: Die Löhne müssten in den nächsten beiden Jahren eingefroren werden. Zudem wollte die Geschäftsführung 2009 und 2010 die Zahlung von Urlaubsgeld an den Unternehmenserfolg koppeln, je nach Auftragslage sollte die Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich erhöht werden.

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