09.08.2007 · Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger (CDU) stößt mit dem Vorschlag, ein Zentralabitur für ganz Deutschland einzuführen, auf Widerstand in Wiesbaden. Hessens Kultusministerin Wolff lehnt seine Idee ebenso ab wie die Gewerkschaft GEW.
Gegen ein bundesweites Zentralabitur hat sich die hessische Kultusministerin Karin Wolff (CDU) ausgesprochen. Das sei schon wegen der unterschiedlichen Ferienstruktur nicht machbar, sagte Wolff der in Kassel erscheinenden „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen“. „Wir sind mit den vorhandenen Bildungsstandards schon weit“, sagte Wolff. Notwendig seien weitere Normierungen, nicht aber ein Zentralabitur.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hatte ein bundesweites Zentralabitur vorgeschlagen. Die Idee stieß zum Beispiel in Niedersachsen auf Zustimmung, allerdings auch auf Skepsis, etwa bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die von einem „Ablenkungsmanöver“ sprach. Das Bundesbildungsministerium hatte sich für die Prüfung des Vorstoßes ausgesprochen. Im Föderalismus müsse eine größere Vergleichbarkeit und Transparenz erreicht werden.