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Schule Nobelpreisträger gegen Schöpfungslehre im Bio-Unterricht

02.07.2007 ·  Der in Frankfurt arbeitende Nobelpreisträger Hartmut Michel hat sich gegen eine Behandlung der christlichen Schöpfungslehre im Biologieunterricht gewandt. Er widersprach gleichsam Hessens Kultusminister Karin Wolff (CDU).

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Der in Frankfurt arbeitende Nobelpreisträger Hartmut Michel hat sich gegen eine Behandlung der christlichen Schöpfungslehre im Biologieunterricht ausgesprochen. „Ich denke, der richtige Platz dafür ist Religion“, sagte Michel am Montag bei der Tagung der Nobelpreisträger in Lindau der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Die christliche Schöpfungslehre ist keine wirkliche Wissenschaft.“

Michel reagierte auf Aussagen der hessischen Kultusministerin Karin Wolff (CDU), nach denen im Biologieunterricht auch „theologische und philosophische Fragen nach dem Sinn des Seins und der Existenz von Welt und Menschen eine Rolle spielen sollten“. Wolff habe damit nicht die biblische Schöpfungserzählung zum Inhalt des Biologieunterrichts machen wollen, erklärte ihr Ministerium am Montag in Wiesbaden.

„Vom Lehrplan gedeckt“

Ihre Aussagen beruhten im übrigen auf den Vorgaben des gültigen hessischen Lehrplans für das Fach Biologie. So heiße es beim Thema Evolution in der Jahrgangsstufe 12 II des achtjährigen Gymnasiums: „Auseinandersetzungen mit philosophischen und religiösen Aussagen müssen die naturwissenschaftliche Diskussion ergänzen und erweitern.“

Michel arbeitet am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt am Main. Der Professor hatte 1988 den Nobelpreis für Chemie erhalten. Die 57. Tagung der Nobelpreisträger in Lindau hat am Sonntag begonnen und dauert noch bis diesen Freitag.

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