Die Zahl der angehenden Lehrer steigt in Hessen kräftig. Zwischen September 2005 und Mai dieses Jahres haben fast 2000 Kandidaten die zweite Staatsprüfung bestanden. Das waren knapp sieben Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Besonders stark habe sich die Zahl der angehenden Gymnasiallehrer erhöht, und zwar um 23 Prozent auf 750. Außerdem legten 520 Kandidaten die Prüfung für das Lehramt an Grundschulen ab, ein Zuwachs von neun Prozent.
Die Zahlen der Examina für das Lehramt an Haupt- und Realschulen (240) und an beruflichen Schulen (190) blieben fast unverändert. 230 Kandidaten legten außerdem ihre zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Förderschulen ab und damit 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Prüfungen von angehenden Fachlehrern sank sogar um 29 Prozent auf knapp 50. Fachlehrer können beispielsweise Handwerksmeister sein, die an Berufsschulen unterrichten wollen und dafür eine Prüfung ablegen müssen.
An den 34 Studienseminaren des Landes bereiten sich im Mai gut 3900 Lehramtsreferendare auf das zweite Staatsexamen vor - fast sieben Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Frauenanteil liegt bei 70 Prozent. Am höchsten ist die Frauenquote mit 93 Prozent bei den Kandidaten für die Grundschulen. Knapp 35 Prozent aller Referendare strebten ein Lehramt an Gymnasien an, 28 Prozent wollten an Grundschulen unterrichten, 16 Prozent an Haupt- und Realschulen, elf Prozent an Förderschulen und neun Prozent an beruflichen Schulen.

