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Schule Lehrer sollen sich in Leseförderung fortbilden

17.11.2005 ·  Das Land Hessen gibt den Lehrern neue Hausaufgaben mit auf den Weg: Die Pädagogen sollen sich nach der schlechten Leseleistung von Schülern in den Pisa-Studien speziell in der Leseförderung weiterbilden.

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Hessens Lehrer sollen sich nach der schlechten Leseleistung von Schülern in den Pisa-Studien (Panel of International Students Assessment) speziell in der Leseförderung weiterbilden. Das Amt für Lehrerbildung in Frankfurt stellte am Donnerstag ein landesweites Qualifizierungsprojekt zur Lese- und Sprachförderung vor. Bei den Pisa-Untersuchungen 2000 und 2003 hatte jeweils rund ein Viertel der 15 Jahre alten Schüler eine Leseschwäche. Das Land strebt an, diesen Anteil bis zum Ende des Schuljahres 2006/07 um ein Drittel zu senken.

In Zusammenarbeit mit den Staatlichen Schulämtern sollen innerhalb eines Jahres für alle 15 Schulamtsbezirke sogenannte Multiplikatoren qualifiziert werden. Sie vermitteln dann ihre Kompetenz als Leseförderer nicht nur innerhalb ihrer Schule, sondern auch in regionalen Fortbildungen an Kollegen.

Aufgaben: An Stärken der Schüler anknüpfen

Dabei stehe eine Förderung im Mittelpunkt, die nicht nur auf die Lücken der sogenannten Pisa-Risikoschüler sehe, die häufig aus Migranten- oder sozial schwachen Familien stammten. Vielmehr komme es darauf an, an die Stärken und Fähigkeiten der Jugendlichen anzuknüpfen.

Die Förderung soll vor allem Schülern in der Sekundarstufe I zu Gute kommen. Deren Problem sei, daß es nach der Grundschule keinen Leseunterricht mehr gebe. Deshalb werde ganzheitlich gefördert: Die Schüler sollten in allen Fächern so lesen können, daß sie die Texte auch verstehen, sagte die Professorin Cornelia Rosebrock von der Frankfurter Universität, die das Weiterbildungsprojekt für die Lehrer begleitet.

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