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Veröffentlicht: 17.05.2017, 10:18 Uhr

Schlossgrabenfest in Darmstadt Marktplatz wird zur Festivalzone

„Top-Acts“, Weinproben und bis zu 60.000 Besucher: Vieles wird am Schlossgrabenfest in Darmstadt sein wie in den Jahren zuvor. Doch es gibt auch manche Neuerung - nicht nur in Sicherheitsfragen.

von , Darmstadt
© Picture-Alliance Mehr als 100 Bands erwartet: Darmstadt feiert ab 25. Mai sein 19. Schlossgrabenfest.

Auch im 19. Jahr gilt für das Schlossgrabenfest in Darmstadt das bewährte Konzept. Dies bedeutet, dass das Musikfestival vom 25. bis 28.Mai wieder in der Innenstadt rund um das Schloss stattfindet, mehr als 100 Bands auf vier Bühnen auftreten, der Eintritt zum 20 000 Quadratmeter großen Festgelände frei ist und alle Besucher mit dem Kauf eines Souvenirbechers für fünf Euro zur Finanzierung der Veranstaltung beitragen.

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Gleichwohl hat Thiemo Gutfried von der Stage Groove Festival GmbH als Veranstalter am Dienstag bei der Vorstellung des Programms auf Neuerungen hingewiesen. Weil der Friedensplatz umgebaut wird und gesperrt ist, wird eine der Bühnen auf die freie Fläche an der Ecke zur Landgraf-Georg-Straße nahe dem Wissenschafts- und Kongresszentrum verlegt. Außerdem wird erstmals der Marktplatz mit einbezogen, dort sollen Bands der „lässigeren Töne“ auftreten.

European-Music-Award-Gewinner

Die anderen Anpassungen haben mit Ereignissen zu tun wie den terroristischen Anschlägen in Nizza oder Berlin. Wie Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) am Dienstag sagte, wurde das „vorbildliche Sicherheitskonzept“ für das Schlossgrabenfest mit Blick auf diese Ereignisse weiterentwickelt. Zum Einsatz kommen zehn Sicherheitssperren in Gestalt von Betonklötzen, die verhindern sollen, dass Unbefugte mit schweren Fahrzeugen auf das Festgelände fahren können. Diese Sperren werden tagsüber demontiert und erst aufgebaut, wenn der Veranstaltungsbetrieb beginnt.

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Prominenter positioniert wird eine mobile Wache in einem umgebauten Reisebus, der an der Ecke Landgraf-Georg-Straße stehen soll. Sowohl die Zahl der Polizeibeamten wie des Sicherheitspersonals wird erhöht, außerdem werden Kameras das Geschehen auf dem Festival überwachen. Sie dienen vor allem zur Kontrolle der Besucherzahl. Zur gleichen Zeit könnten sich 60 000 Menschen auf dem abgezäunten Festivalareal aufhalten. Werde die Zahl überschritten, gebe es Einlasssperren.

Zu den „Top-Acts“ zählen der European-Music-Award-Gewinner Max Giesinger, Wincent Weiss, die Band Glasperlenspiel und die Darmstädter Rap-Brüder Mädness&Döll. Am Sonntag gibt es zudem einen Gottesdienst, Frühschoppen und Weinprobe mit Tropfen aus Darmstadts spanischer Partnerstadt Logroño.

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