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Sauerland-Gruppe Terrorverdächtiger festgenommen

28.08.2009 ·  Die Polizei hat in Langen einen Terrorverdächtigen festgenommen, der die Sauerland-Gruppe unterstützt haben soll. Der Islamist wollte offenbar in ein Ausbildungslager reisen und soll Videokameras und ein Nachtsichtgerät für die Islamische Dschihad Union (IJU) beschafft haben.

Von Katharina Iskandar
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Die Polizei hat in Langen einen Terrorverdächtigen festgenommen, der zum erweiterten Kreis der sogenannten Sauerland-Gruppe gehören soll. Nach F.A.Z.-Informationen handelt es sich um einen 24 Jahre alten Mann mit deutscher und türkischer Staatsbürgerschaft, der von dem inzwischen angeklagten mutmaßlichen Terroristen und Mitglied der Sauerland-Gruppe, Adem Yilmaz, und anderen Anhängern der Islamischen Dschihad Union (IJU) angeworben worden sei. Der Beschuldigte, Kadir T., war den Angaben zufolge gerade auf dem Weg in ein Ausbildungslager im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet, als die Festnahme erfolgte. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt.

Inwiefern der Verdächtige die Islamische Dschihad Union (IJU) unterstützen sollte, blieb zunächst unklar. Fest steht nach den polizeilichen Erkenntnissen bislang nur, dass sich der Langener mit dem festen Vorhaben in das Terror-Camp begeben wollte, sich dort als Attentäter ausbilden zu lassen.

Internet bedeutend für „Rekrutierung“

Der Festgenommene wurde am Mittwoch von Beamten des Bundeskriminalamtes festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Ihm wird demnach zur Last gelegt, im Juni 2007 für den momentan vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht angeklagten Adem Y. eine Videokamera und ein Nachtsichtgerät für die Terrorgruppe „Islamische Dschihad-Union“ (IJU) gekauft zu haben.

Offenbar ist der Vierundzwanzigjährige nicht der einzige, der sich im Umfeld der Langener Terrorzelle mit dem Dschihad, dem „heiligen Krieg“ befasst hat. Wie aus Sicherheitskreisen zu hören ist, gibt es in Hessen ungefähr ein halbes Dutzend weiterer junger Männer, die sich „für den Aufenthalt in einem Ausbildungslager interessieren“. Der Präsident des Landeskriminalamts, Peter Raisch, sagte auf Anfrage, zu der genauen Zahl der sogenannten Gefährder und zu laufenden Ermittlungen könne er keine Angaben machen. Die Sicherheitsbehörden seien aber „sehr aufmerksam“, obgleich man „in die Köpfe junger Fanatiker nicht hineinschauen kann“.

Nach wie vor spielt das Internet eine bedeutende Rolle bei der Rekrutierung von potentiellen Attentätern. Die Zahl der Aufrufe, sich in Terror-Camps ausbilden zu lassen und Anschläge zu verüben, hat in den vergangenen Monaten zugenommen. Gewachsen ist laut Verfassungsschutz auch die Zahl derjenigen, die sich anwerben lassen.

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