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Rhein-Main-Gebiet Zoll und Polizei nehmen 35 mutmaßliche Drogendealer fest

07.12.2007 ·  Eine äußerst brutale Gruppe von Drogendealern konnte in Frankfurt festgenommen werden. Die Bande hatte im Rhein-Main-Gebiet Heroin zu Dumpingpreisen angeboten und so die Marktführerschaft erlangt. Ihr Monatsumsatz wird auf eine Million Euro beziffert.

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Zollfahndung und Polizei haben in Frankfurt eine äußerst aktive Gruppe von Drogendealern dingfest gemacht. Nach Behördenangaben vom Freitag wurden insgesamt 35 mutmaßliche Täter aus Mazedonien und Serbien festgenommen. Im Laufe des Ermittlungsverfahrens wurden 31 Kilogramm hochreines Heroin sichergestellt, das für den Straßenverkauf auf die fünffache Menge gestreckt werden sollte. Die Bande soll im Rhein-Main-Gebiet Heroin zu Dumpingpreisen angeboten und so die Marktführerschaft erlangt haben. „Die Kunden kamen aus ganz Süddeutschland“, berichtete ein Sprecher der Zollfahndung. Den Monatsumsatz der Bande bezifferte er auf eine Million Euro.

Ein 40 Jahre alter, bereits Anfang September am Flughafen festgenommener Mazedonier gilt den Ermittlern als Kopf der Bande, die wie eine Firma organisiert gewesen sei und sich auch selbst so bezeichnet habe. So habe es Abteilungsleiter für den Einkauf, die Finanzen oder das Personalwesen gegeben. Auch das Strecken und Verpacken hatte die Gruppe organisiert. Gegen fünf führenden Mitglieder der Bande soll demnächst Anklage erhoben werden. Ihnen drohen Haftstrafen zwischen 5 und 15 Jahren.

Mehr als 100 Beamte im Einsatz

Den Festnahmen ging ein enormer Ermittlungsaufwand voraus. So habe es mehr als 50 Wohnungsdurchsuchungen, 100 Personenobservationen und 200 Telefonüberwachungen gegeben. Mehr als 100 Beamte seien im Einsatz gewesen. Bei den im gesamten Rhein-Main-Gebiet wohnenden Verbrechern wurden Vermögenswerte im Wert von 580.000 Euro sichergestellt, darunter hochwertige Autos der Marken Audi und Jaguar.

In einem Fall konnten die Polizisten am Telefon verfolgen, wie brutal die Gruppe in ihrer Hierarchie bis zu ihren Kurieren zusammengehalten wurde. Den Angaben zufolge musste ein Bandenmitglied mitanhören, wie seinem in der Heimat gebliebenen Schwager die Hände gebrochen wurden. Regelmäßig seien die Familien der Mittäter unter Druck gesetzt worden. An sie floss aber auch das Geld.

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