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Ordnung & Sicherheit Hessen will mehr Videoüberwachung

19.10.2006 ·  Beim Schutz vor Terrorangriffen gegen den öffentlichen Nahverkehr setzen Polizei und Verkehrsunternehmen immer stärker auf Videoüberwachung. In Frankfurt sollen künftig sämtliche unterirdische Bahn-Stationen gefilmt werden.

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Beim Schutz vor Terrorangriffen gegen den öffentlichen Nahverkehr setzen Polizei und Verkehrsunternehmen immer stärker auf Videoüberwachung. Es sei zwingend notwendig, das die Polizei die Bilder aus privaten Anlagen auswerte, sagte die Innenstaatssekretärin Oda Scheibelhuber (CDU) am Donnerstag bei einem Nahverkehrs-Fachkongreß in Frankfurt. „Die Videoüberwachung muß deutlich ausgebaut werden“, verlangte die Politikerin. Die zehn Anlagen der Polizei mit zusammen 38 Kameras hätten sich zwar bewährt, reichten aber nicht aus.

Schon wegen der Größe des Netzes im öffentlichen Nahverkehr sei die Polizei zudem auf die Mithilfe der Fahrgäste angewiesen. Scheibelhuber verwies auf die Aktion „Aufmerksam unterwegs“, mit der die Polizei zum Hinsehen aufruft. Sie warb bei den Verkehrsbetrieben zudem um die kostenfreie Mitnahme uniformierter Polizisten. Allein im ersten Halbjahr 2006 hätten mehr als 150 uniformierte Beamte des Landes bei Zwischenfällen in Zügen der Deutschen Bahn AG eingegriffen. Dort haben Uniformierte schon länger freie Fahrt.

Zugriff auf Bilder aus U-Bahn-Stationen

Während der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Sommer hatte die hessische Polizei bereits Zugriff auf Bilder vom Flughafen und aus den Frankfurter U-Bahn-Stationen. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) hatte zur WM sieben zentrale Stationen mit Videokameras ausgerüstet und gleichzeitig eine neue Sicherheitszentrale eingerichtet. Darüber werden jetzt 212 Kameras gesteuert. Die Zugriffsrechte der Polizei seien noch nicht endgültig geklärt, da zunächst noch eine Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat zu diesem Thema abgeschlossen werden musste, sagte VGF-Geschäftsführer Michael Budig.

Er zog eine durchweg positive Bilanz der 2,3 Millionen Euro teuren Maßnahme. So sei die Drogenszene in den Unterführungen der zentralen Station Konstablerwache nahezu zum Erliegen gekommen. Drogenkonsumenten würden von den Fahrgästen als besondere Beeinträchtigung für ihr Sicherheitsgefühl empfunden.

Warten auf Finanzierungszusage des Landes

Die VGF plane in einer zweiten, 2,6 Millionen Euro teuren Stufe die Videoüberwachung sämtlicher unterirdischer Stationen, habe dafür aber noch keine Finanzierungszusage des Landes. In einer dritten Ausbaustufe seien auch überirdische Haltestellen vorgesehen, teilte die VGF mit. Bei neu angeschafften Fahrzeugen ist ein großer Teil mit Innenkameras ausgerüstet.

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