27.08.2008 · Konzernweit will die Siemens AG gut 17.000 Stellen abbauen, in Offenbach aber stockt sie auf: Siemens will bis Ende nächsten Jahres für 40 Millionen Euro ihre Niederlassung in Offenbach erweitern: In dem Neubau für den Unternehmenszweig Energy Sector sollen 600 Arbeitsplätze entstehen.
Von Anton Jakob WeinbergerDie Siemens AG will bis Ende nächsten Jahres für zirka 40 Millionen Euro ihre Niederlassung im Kaiserlei-Gebiet erweitern: In dem Neubau für den Unternehmenszweig Energy Sector sollen 600 neue Arbeitsplätze entstehen. Bei der Grundsteinlegung sagte Standortleiter Hans Koemeester: „Nach dem wir vor vier Jahren das Mainoffice 1 bezogen und komplett gemietet haben, platzen wir bereits wieder aus allen Nähten.“
In benachbarten Gebäuden seien deshalb schon 2500 Quadratmeter Bürofläche zusätzlich gemietet worden. Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) bezeichnete die Erweiterung als einen Beitrag zur „städtebaulichen Abrundung“ des Kaiserlei-Gebiets und zur Sicherung von zukunftsorientierten Arbeitsplätzen. Das Unternehmen ist unter anderem auf den Bau von Kraftwerken und Windenergieanlagen spezialisiert.
10.000 Quadratmeter Bürofläche
Nach Angaben von Klauspeter Semich, der für den von der Hochtief Projektgesellschaft entwickelten Neubau zuständig ist, entstehen in dem Gebäude 10.000 Quadratmeter Bürofläche. In das 2004 an der Kaiserleistraße erstellte erste Gebäude des Mainoffice-Komplexes, das 21.000 Quadratmeter Bürofläche bietet, investierte Siemens 120 Millionen Euro.
Derzeit sind 1200 Mitarbeiter – vor allem Ingenieure – bei dem Unternehmen beschäftigt. Wie Semich weiter sagte, ist das weltweit agierende Unternehmen mit Aufträgen gut ausgelastet. Doch komme der Ausbau, nicht schnell genug voran: „Wir akquirieren international, finden aber nicht so viele Ingenieure und Projektleiter, wie wir es gerne hätten.“
Anton Jakob Weinberger Jahrgang 1949, Korrespondent für die Rhein-Main-Zeitung mit Sitz in Offenbach.
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