19.07.2006 · Hitze und Trockenheit der vergangenen Tage haben die Waldbrandgefahr in Hessen steigen lassen, dramatisch ist die Lage jedoch nicht. Wenn es so trocken und heiß bleibt, kann die erste von zwei Alarmstufen ausgerufen werden.
Hitze und Trockenheit der vergangenen Tage haben die Waldbrandgefahr in Hessen steigen lassen, dramatisch ist die Lage jedoch nicht. Derzeit bestehe mittlere bis hohe Waldbrandgefahr, sagte ein Sprecher des Umweltministerium in Wiesbaden am Mittwoch. Wenn es so trocken und heiß bleibe, könne die erste von zwei Alarmstufen ausgerufen werden.
Bei länger andauernder Dürre trocknen nach Darstellung des Sprecher die Gräser am Waldboden aus und sind dann leicht zu entzünden. Autofahrer sollten darauf achten, nicht an Stellen mit trockenem Gras zu parken: Ein heißer Katalysator könne trockenes Gras leicht in Brand setzen. Auch ohne Alarmstufe sind offene Feuer im Wald ebenso verboten wie das Rauchen.
Glut nach dem Grillen löschen
Grillen ist nur auf dafür zugelassenen Plätzen erlaubt, und die Glut muß vor dem Verlassen des Platzes sorgfältig gelöscht werden. Feuerwehrzufahrten in den Wald dürfen nicht zugeparkt und Flaschen und Glasscherben nicht liegen gelassen werden - sie können wie ein Brennglas wirken.
Üblicherweise gibt es nach Darstellung des Sprechers zwei kritische Zeiten mit Waldbrandgefahr: Bei einem trockenen Frühjahr im März/April und dann im klassischen Hochsommer im Juli/August. Das vergangene Frühjahr war relativ nass und kühl und brachte daher keine erhöhte Gefahr. Wenn es an den kommenden Tagen keinen Regen gibt, dürfte das Land die Alarmstufe eins ausrufen. Dann überprüfen die Forstämter die Einsatzbereitschaft ihrer Fahrzeuge und Geräte, intensivieren den Kontakt zu den Feuerwehren, verstärken die Überwachung der Wälder und informieren die Bevölkerung.
Vor zweiter Warnstufe deutlich entfernt - noch
Bei Alarmstufe zwei - sie war im Super-Sommer 2003 ausgerufen worden - werden unter anderem Grillplätze und Waldwege gesperrt. Außerdem wird der Wald verstärkt aus der Luft überwacht, beispielsweise von Polizeihubschraubern aus. Von dieser Stufe ist Hessen nach Darstellung des Sprechers derzeit noch deutlich entfernt.