28.12.2004 · 14 Mitarbeiter des THW in Rüsselsheim werden heute nach Sri Lanka abfliegen, um Trinkwasser aufzubereiten. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck stellte den Seebeben-Opfern 50.000 Euro aus den Erntedank-Kollekten zur Verfügung.
Am Dienstag haben sich in Rüsselsheim 14 Helfer des technischen Hilfswerkes (THW) für ihren Einsatz in Sri Lanka vorbereitet. Die Kräfte aus Baden-Württemberg und Bayern wollten am Mittag am Frankfurter Flughafen einchecken und voraussichtlich gegen 20.00 Uhr losfliegen, sagte der Rüsselsheimer THW-Leiter Günter Steinmüller. Drei Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen sollen verladen werden. Sie können Trinkwasser für 20.000 Menschen am Tag reinigen.
Die Verschmutzung durch Salzwasser sei eines der Hauptprobleme am Einsatzort, sagte Steinmüller. Er rechne mit einem Einsatz von acht bis zwölf Wochen. Dabei würden die Helfer nach zwei, höchstens vier Wochen ausgetauscht. THW-Kräfte aus Hessen und Rheinland-Pfalz stünden zur Ablösung der süddeutschen Gruppe bereit. Die Baden- Württemberger und Bayern seien am Montagabend im flughafennahen THW-Stützpunkt eingetroffen und von ihren hessischen Kollegen untergebracht und verpflegt worden. Wenn nötig, würden Impfungen aufgefrischt.
Gelder hessischer Protestanten für Diakonie-Katastrophenhilfe
Die 14 Helfer gehören zu der neu aufgestellten THW-Einheit „Seewa“ (Schnell-Einsatz-Einheit Wasserversorgung Ausland), die bei Katastrophen im Ausland schnell die Trinkwasserversorgung und -Verteilung sicherstellen soll. Die Bundesregierung hatte die Einheit Anfang April dieses Jahr in Dienst gestellt, die erste Einsatzgruppe wurde aus Kräften in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland- Pfalz und dem Saarland gebildet. Ihre Ausrüstung steht ständig zum Lufttransport verpackt bereit. Die Einheit muß innerhalb von zwölf Stunden nach der Alarmierung flugbereit sein.
Für die Opfer der Seebeben-Katastrophe in Südasien stellt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck 50.000 Euro zur Verfügung. Das Geld stamme aus den Erntedank-Kollekten, teilte die Landeskirche am Dienstag mit. Es sei für die Diakonie-Katastrophenhilfe bestimmt, die ihre Hilfsleistungen auf Südindien und Sri Lanka konzentrieren wolle. Als erste Notmaßnahme sollen Bedürftige dort mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten versorgt werden.