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Luftfahrt Flughafen Frankfurt-Hahn steigert Passagierzahl und verringert Verlust

13.07.2004 ·  Der Flughafen Frankfurt-Hahn hat im ersten Halbjahr 2004 seine Fluggastzahl um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert und dabei seinen operativen Verlust fast halbiert. Auch bei der Fracht legte der Hunsrück-Airport zu.

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Der Flughafen Hahn im Hunsrück hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 1,3 Millionen Passagiere gezählt. Das sind 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der vor allem von Billigfliegern genutzte Flughafen am Dienstag mitteilte. Für das ganze Jahr rechnet der rund 120 Kilometer westlich von Frankfurt gelegene Flughafen mit drei Millionen Passagieren.

Der operative Verlust betrug im ersten Halbjahr drei Millionen Euro nach 5,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2003. Der Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, Andreas Helfer, bekräftigte seine Prognose, 2006 im operativen Geschäft und 2008 auch unter dem Strich die Gewinnzone zu erreichen. Hahn will sich als Billig-Flughafen für entsprechende Fluggesellschaften profilieren.

Der zehntgrößte deutsche Flughafen

Der 1993 als ziviler Verkehrsflughafen in Betrieb genommene Flughafen gehört zur Frankfurter Flughafenbetreiberin Fraport AG (73,07 Prozent) und dem Land Rheinland-Pfalz (26,93). Im kommenden Jahr wird das Land Hessen als dritter Eigentümer einsteigen. Hahn ist seit 2003 der zehntgrößte deutsche Verkehrsflughafen. Größter Kunde ist die irische Ryanair, die dort ihre Deutschland-Drehscheibe hat.

Auch bei der Frachtabwicklung legte der Flughafen wieder zu. Das Gesamtfrachtaufkommen stieg um 27 Prozent auf mehr als 90 000 Tonnen. Darin ist den Angaben zufolge allerdings auch Fracht enthalten, die auf dem Flughafen nur umgeschlagen und per Lastwagen an- und abtransportiert wird. So nutzt etwa Air France den Flughafen, um Frachtcontainer zu bestücken, die später von Paris aus per Flugzeug weitertransportiert werden. Die Menge der tatsächlich von und nach Hahn geflogenen Fracht stieg um 108 Prozent auf 28 000 Tonnen. Vor allem im Frachtbereich profitiert Hahn vom fehlenden Nachtflugverbot.

Startbahn soll verlängert werden

Derzeit läuft ein Planfeststellungsverfahren, um die Start- und Landebahn von 3.045 auf 3.800 Meter zu erweitern. Dies wird vor allem von schweren Frachtmaschinen im Interkontinentalverkehr benötigt. Außerdem sollen die beiden Terminals mit einem Bauwerk verbunden werden und Platz für zusätzliche Läden und Restaurants bieten. Ebenfalls noch in diesem Jahr sollen ein Hotel direkt an den Terminals sowie weitere Parkplätze entstehen, teilte Helfer mit.

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