05.07.2005 · Der Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar geht an den „Käpt'n Blaubär“-Schöpfer Walter Moers. Der Schriftsteller und Comiczeichner („Das kleine Arschloch“) erhält die mit 4000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen Roman „Die Stadt der Träumenden Bücher“.
Der Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar geht in diesem Jahr an den „Käpt'n Blaubär“-Schöpfer Walter Moers. Der Schriftsteller und Comiczeichner („Das kleine Arschloch“) erhält die mit 4000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen Abenteuerroman „Die Stadt der Träumenden Bücher“, wie der Magistrat am Dienstag mitteilte. Im mittlerweile vierten Band seiner Saga führt der 1957 geborene Moers seine Leser abermals in den Fantasie-Kontinent Zamonien.
Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) will die Ehrung am 9. September im Rahmen der „Wetzlarer Tage der Phantastik“ überreichen. Die Laudatio hält Professor Peter von Möllendorff vom Institut für Altertumswissenschaften der Universität Gießen. In Wetzlar befindet sich die nach eigenen Angaben größte öffentlich zugängliche Bibliothek fantastischer Literatur in Europa. Der Phantastik-Preis wird seit 1983 vergeben.
Moers' Werk sei als abenteuerlicher Fantasy-Roman ebenso zu lesen wie als heitere Satire auf die literaturwissenschaftliche Welt, lobt die Jury. Hauptfigur des Romans ist Hildegunst von Mythenmetz, Angehöriger der literaturvernarrten Spezies der Zamonischen Lindwürmer. Die Suche nach einem verschollenen Dichter führt ihn in ein unterirdisches Labyrinth, wo endlose Bücherregale die Gänge säumen, blutrünstige Bücherjäger um antiquarische Kostbarkeiten kämpfen und der papierene Schattenkönig Schrecken verbreitet.