11.07.2007 · 270 Schlafmohnpflanzen zur Herstellung von Heroin haben Fahnder in Michelstadt entdeckt. Sie überraschten den „Gärtner“, als er an den Blütensaft der Pflanzen gelangen wollte. Frankfurter Polizisten stellten derweil am Flughafen Waffen sicher.
270 Mohnpflanzen zur Herstellung von Heroin haben Fahnder in einem Garten in Michelstadt im Odenwald entdeckt. Nach Polizeiangaben vom Mittwoch überraschten die Beamten den 51 Jahre alten „Gärtner“ am Montag, als er Schlafmohnpflanzen mit einem Messer anritzte, um an den Blütensaft der Pflanzen zu gelangen.
Nach Austrocknen der zähen Flüssigkeit kann die Substanz als Rauschgift geraucht oder zur Heroin-Produktion verwendet werden. Die Polizei erntete die gesamte Schlafmohnanbaufläche ab und stellte die Pflanzen sicher. Dem Eigentümer droht eine Anzeige wegen des illegalen Anbaus von Betäubungsmitteln.
Waffen für Krisengebiet bestimmt
Auf dem Frankfurter Flughafen hat die Zollfahndung in zwei voneinander unabhängigen Fällen zusammen 21 Pistolen sichergestellt. Im Frachtbereich fanden die Beamten am 2. Juli 20 Pistolen der Marke Glock, die von Wien via Frankfurt in das afrikanische Krisengebiet Sambia gebracht werden sollten. Die Spedition konnte die erforderlichen Genehmigungen nicht vorlegen, wie der Zoll am Mittwoch berichtete.
Ebenso ging es einem Mann aus Montenegro, der bereits am 23. Mai mit einer Sportpistole und 60 Schuss Munition auffiel. Der 47-Jährige gab an, schon mehrfach als Sportschütze an Veranstaltungen in Deutschland teilgenommen zu haben.