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Kommentar Gewinnerin Ypsilanti

26.08.2007 ·  Peter Metz steht für eine Fundamentalopposition, die sich jeder Regierungsbeteiligung verweigert. Mit der Entscheidung für den nahezu unbekannten Metz hat die Partei die eigenen Wahlaussichten alles andere als verbessert.

Von Ralf Euler
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Zu den Gewinnern der Gründungsversammlung der Partei „Die Linke“ am Wochenende gehört sicherlich die SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti. Nicht nur, dass der überraschend zum Landtags-Spitzenkandidaten der „Linken“ gewählte Peter Metz ein sozialistischer Fundamentalist ist, dem zum Thema Schießbefehl nicht die DDR, die Nationale Volksarmee und der Mauerbau einfallen, sondern Verteidigungsminister Franz-Josef Jung, die Bundeswehr und der Afghanistan-Einsatz.

Der Vierundfünfzigjährige, der sich ehemals für die DKP engagierte und nun von der Linkspartei/PDS in die „Linke“ überwechselte, steht zudem für eine Fundamentalopposition, die sich jeder Regierungsbeteiligung verweigert.

„Linke“ ohne populäres Zugpferd

Ypsilantis Versprechen, dass sie lieber auf das Amt der Ministerpräsidentin verzichtete, als mit der „Linken“ eine Koalition einzugehen, ist durch die Festlegung von Metz auf eine Oppositionsrolle im Landtag nun auch von der anderen Seite abgesichert. Auch hat die Argumentation von SPD und Grünen, dass im Bestreben, Roland Koch (CDU) als Ministerpräsidenten abzulösen, jede Stimme für die „Linke“ eine verlorene Stimme sei, dank der Kandidatenkür der Sozialisten deutlich an Überzeugungskraft gewonnen.

Nicht zuletzt aber dürfte die „Linke“ mit ihrer Entscheidung gegen den früheren DGB-Landesvorsitzenden Dieter Hooge und für Metz die eigenen Wahlaussichten alles andere als verbessert haben. Metz ist – im Gegensatz zum gemäßigten Hooge – nicht nur ein Radikalsozialist, sondern beim Wahlvolk auch unbekannt.

Von der Realpolitik der Sozialdemokraten in Berlin enttäuschte Wähler werden es sich nun zweimal überlegen, ob sie sich von den maßlosen Versprechungen einer „Linken“ ohne populäres Zugpferd verlocken lassen. Mag sein, dass die positive Grundstimmung für die neue Partei am 27. Januar trotz allem noch ausreicht, um sie in Hessen knapp über die Fünf-Prozent-Hürde zu hieven. Die Wahrscheinlichkeit, dass es so kommt, ist aber deutlich geringer geworden.

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Jahrgang 1960, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

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