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Königstein Chance für weltweites Ansehen

19.02.2006 ·  Königstein bereitet sich auf die brasilianische Nationalelf vor. Denn zur Weltmeisterschaft im Juni sind die Südamerikaner zu Gast im Taunus. Also wird schnell Geld bewilligt für mobile Toiletten, eine Brandwache und Hostessen.

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50 mobile Toiletten für ein „Brasilianisches Dorf“ in der Innenstadt, 5000 Euro für Hostessen, allein 35.000 Euro für die Brandwache am Hotel der Selecao und für die Rubrik „Unvorhergesehenes“ schon einmal 25.000 Euro: So bereitet sich Königstein auf die Fußball-Weltmeisterschaft vor.

Denn im Juni ist die brasilianische Nationalmannschaft zu Gast im Taunus, was angesichts der erwarteten bis zu 10.000 Besucher täglich einiger Vorbereitungen bedarf. Deshalb haben die Stadtverordneten jetzt einstimmig beschlossen, im Haushalt außerplanmäßig 50..000 Euro zur Verfügung zu stellen. Über 250.000 Euro darf der Magistrat sofort verfügen, die zweite Hälfte kann der Haupt- und Finanzausschuß kurzfristig freigeben.

„Wir können weltweit bekannt werden“

Der Betrag hat schon beim ersten Bekanntwerden eifrige Diskussionen in der Stadt ausgelöst. Von mancher Ausgabe, etwa für eine Vermarktungsagentur, versprechen sich die Verantwortlichen aber auch Einnahmen, wenn auf diese Weise Werbeverträge geschlossen werden können. Man komme nicht daran vorbei, für derart viele Besucher eine Infrastruktur bereitzustellen, sagte Berthold Malter (Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein).

Wenn die erfolgreichste und populärste Fußballmannschaft nach Falkenstein komme, sei dies eine nicht zu übertreffende Chance und ein „Riesenwerbeeffekt“. Doch genau deshalb müsse man aufpassen: „Wir können weltweit bekannt werden“, sagte Malter. „Wenn wir die Organisation nicht bewältigen, steht aber auch alles auf dem Spiel.“

Es bestehe Hoffnung, einen Großteil des Geldes aus Einnahmen abdecken zu können. Um ein weiteres Risiko auszuschließen, stimmten die Stadtverordneten einmütig dafür, die von den Stadtwerken geplanten Leitungsarbeiten in der Kronberger Straße bis nach der Weltmeisterschaft aufzuschieben. Eine Baustelle zusätzlich zu den Polizeiabsperrungen - so schwer wollten es die Königsteiner den Fans der Brasilianer nicht machen.

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