23.10.2008 · Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus will in Hanau sein Betriebsgelände erweitern. Der Erwerb städtischer Flächen sichere die Zukunftsfähigkeit am Stammsitz, wie es heißt. „Das ist für Hanau eine der erfreulichsten Nachrichten des Jahres“, jubelt Stadtoberhaupt Kaminsky.
Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus will in Hanau sein Betriebsgelände erweitern. Der beabsichtigte Erwerb städtischer Flächen sichere die Zukunftsfähigkeit am Stammsitz, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Heraeus Holding, Frank Heinricht, am Donnerstag. Laut einer Sprecherin sei das ins Visier genommene Areal 25 000 Quadratmeter groß. Es sei für die gewerbliche, industrielle Nutzung vorgesehen. Was dort entstehen könnte, ist nach Unternehmensangaben noch unklar. Bedarf bestehe aber auf jeden Fall. Denkbar seien Montage- und Verwaltungseinheiten. Im nächsten Schritt solle ein Nutzungskonzept erstellt werden.
Der Edelmetall- und Technologiekonzern beschäftigt im Rhein-Main- Gebiet derzeit 4000 seiner weltweit 11 000 Angestellten. 3000 Menschen arbeiten in Hanau. Heraeus wollte Spekulationen des Hanauer Oberbürgermeisters Claus Kaminsky (SPD) nicht kommentieren, dass durch die Erweiterung auch neue Arbeitsplätze entstehen könnten.
„Für Hanau eine der erfreulichsten Nachrichten des Jahres“
Das Unternehmen setze auf eine langfristige Weiterentwicklung. Bereits in den vergangenen drei Jahren habe Heraeus 100 Millionen Euro in Hanau investiert, sagte Heinricht. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) begrüßte das „eindeutige Bekenntnis“ zum Standort: „Das ist für Hanau eine der erfreulichsten Nachrichten des Jahres.“ Das Unternehmen sei einer der größten Steuerzahler der Stadt.
Vereinbart, aber noch nicht besiegelt wurde zwischen der Stadt und dem Unternehmen, dass Heraeus Flächen am Grünen Weg und an der Heraeusstraße übernehme. Geplant sei, dass bis März 2009 erste Teilflächen veräußert werden. Über den Kaufpreis und Vertragsdetails wurde nichts bekannt. Kaminsky zeigte sich zuversichtlich, dass Heraeus seine Bauvorhaben mit „anspruchsvoller Architektur“ verbinde und zu einer ansehnlichen Stadtentwicklung beitrage.