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Islamist aus Langen Hauptverfahren gegen mutmaßlichen Terrorhelfer eröffnet

07.01.2010 ·  Das Oberlandesgericht Frankfurt hat das Hauptverfahren gegen einen mutmaßlichen Terrorhelfer aus dem Umfeld der sogenannten Sauerland-Gruppe eröffnet. Ein 24 Jahre alter Deutsch-Türke aus Langen soll die Terrorgruppe Islamische Dschihad Union (IJU) logistisch unterstützt haben.

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Das Oberlandesgericht Frankfurt hat das Hauptverfahren gegen einen mutmaßlichen Terrorhelfer aus dem Umfeld der sogenannten Sauerland-Gruppe eröffnet. Wie das Gericht mitteilte, wird dem 24 Jahre alten Deutsch-Türken Kadir T. aus Langen vorgeworfen, die Terrorgruppe Islamische Dschihad Union (IJU) im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet logistisch unterstützt zu haben. So habe er eine Videokamera und ein Nachtsichtgerät beschafft. Dazu beauftragt habe ihn Adem Yilmaz, der in Düsseldorf vor Gericht steht.

Die Anklage lautet auf Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Kadir T. saß seit seiner Festnahme Ende August in Untersuchungshaft, ehe der Staatsschutzsenat des Oberlandesgericht im Dezember den Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug setzte.

Kreis von Islamisten

Nach den Erkenntnissen der Ermittler gehört Kadir T. zu einem Kreis von Islamisten um Yilmaz und dessen - ebenfalls als Terrorhelfer angeklagten - Bruder Burhan. Die Gruppe habe sich von März 2007 an wöchentlich in einer Gartenlaube in Langen getroffen. Dazu soll auch der Mitte Oktober als IJU-Helfer verurteilte Türke Hüseyin Ö. gehört haben. Ebenfalls zu den Treffs kamen laut Bundesanwaltschaft Cüneyt Ciftci aus dem bayerischen Ansbach, der vergangenes Jahr als Selbstmordattentäter in Afghanistan vier Menschen in den Tod gerissen hatte, sowie der Türke Sadullah Kaplan, der im Herbst 2007 als „Kämpfer“ am Hindukusch bei einem amerikanischen Raketenangriff getötet wurde.

Video: Haftstrafen im Dschihad-Prozess

Nach Angaben der Bundesanwälte in Karlsruhe leitete Yilmaz die von Kadir T. beschafften Ausrüstungsgegenstände an Kaplan weiter, der sie Ende August den IJU-Verantwortlichen im pakistanischen Waziristan übergeben habe. Der 2007 im Sauerland festgenommene Yilmaz muss sich derzeit vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf zusammen mit drei weiteren Angeklagten wegen geplanter Sprengstoffanschläge in Deutschland im Auftrag der IJU verantworten.

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