01.11.2005 · Die Frankfurter Commerzbank kauft über ihre Leasing-Tochter CLI für 1,07 Milliarden Euro 18 Büroimmobilien des Landes Hessen. Zu dem Immobilienpaket gehören unter anderem das Innen- und Finanzministerium in Wiesbaden und das Frankfurter Polizeipräsidium.
Die Frankfurter Commerzbank kauft über ihre Leasing-Tochter CLI für 1,07 Milliarden Euro 18 Büroimmobilien des Landes Hessen. Die Transaktion wird praktisch komplett von der Münchener Hypo Real Estate Bank fremdfinanziert.
Das Portfolio gehe nach der Genehmigung durch den Landtag zum 1. Januar in den Besitz der CommerzLeasing und Immobilien Gruppe (CLI) über, teilte das hessische Finanzministerium am Dienstag in Wiesbaden mit. Zu dem Immobilienpaket gehören unter anderem das Innen- und Finanzministerium in Wiesbaden und das erst vor einigen Jahren errichtete Frankfurter Polizeipräsidium. Das Bundesland hatte für das Portfolio zunächst nur einen Verkaufspreis von 800 Millionen Euro veranschlagt.
Land mietet für gut 55 Millionen Euro zurück
Hessen miete die Immobilien für rund 55,3 Millionen Euro im Jahr zurück. Damit erhalte das Land mehr Flexibilität.“Dieses Vorgehen ist eine kluge Strategie im Umgang mit Immobilien“, erklärte Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU). Von dem nun erzielten Erlös sollen 54 Millionen Euro in den Fonds“Zukunftsoffensive Hessen“ fließen und für Bildung, Wissenschaft und Infrastruktur zur Verfügung eingesetzt werden.
An dem Portfolio mit knapp 397.000 Quadratmetern Fläche waren auch die amerikanischen Investoren Cerberus und Fortress sowie ein Immobilienfonds der Investmentbank Lehman Brothers interessiert. Hessen hat bereits angekündigt, nach den guten Erfahrungen mit dem ersten Verkauf 2006 eine weitere Transaktion in Angriff nehmen zu wollen. Das Portfolio soll mit 770 Millionen Euro jedoch kleiner ausfallen.
Für die Hypo Real Estate Bank, die deutsche Tochter der im Nebenwerteindex MDax gelisteten Münchener Hypo Real Estate Holding, handelt es sich den Angaben zufolge um die größte Transaktion seit der im Herbst 2004 abgeschlossenen Neuausrichtung. Insgesamt habe die Bank Mittel von über einer Milliarde Euro zur Verfügung gestellt, hieß es.