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Idstein will dynamisch weiter wachsen

 ·  Die rund 23000 Einwohner zählende Stadt Idstein im Taunus gehört zu den wenigen dynamisch wachsenden Mittelzentren im Rheingau-Taunus-Kreis. Dieses Wachstum wird nun durch ein neues Wohnquartier "Nassau Viertel" noch beschleunigt.

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Die rund 23000 Einwohner zählende Stadt Idstein im Taunus gehört zu den wenigen dynamisch wachsenden Mittelzentren im Rheingau-Taunus-Kreis. Dieses Wachstum wird nun durch ein neues Wohnquartier "Nassau Viertel" noch beschleunigt. Bürgermeister Gerhard Krum (SPD) hat vor rund 100 Ehrengästen und Bürgern mit einem symbolischen ersten Spatenstich den Startschuß für die Erschließung eines 27 Hektar großen Areals am nordwestlichen Rand der Kernstadt gegeben.

Das neue "Nassau Viertel" bedeutet eine Stadterweiterung, wie sie Idstein in dieser Form noch nicht erfahren hat. In unmittelbarer Nachbarschaft miteinander sollen rund 300 neue Wohnungen und mehr als 1000 Arbeitsplätze in Büros-, Dienstleistungs- und Gewerbebetrieben entstehen. Die direkte Erschließung mit Straßen, Kanälen und Leitungen wird nach Angaben des Entwicklungsträgers, der Frankfurter DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, rund sechs Millionen Euro kosten.

Die Stadt rechnet damit, daß die Gesamterschließung einschließlich dem teuren Grunderwerb sowie den Planungs- und Verfahrenskosten rund 40 Millionen Euro verschlingen wird. Auch die Kosten von Rechtsstreitigkeiten gehören dazu, denn eine Handvoll Grundeigentümer weigerte sich zunächst, ihre bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen zu den angebotenen Preisen zu veräußern.

Erst das von der Stadt eingeleitete Enteignungsverfahren ließ den Verhandlungswillen der meisten widerspenstigen Grundeigentümer wachsen. Bei zumindest einem Grundbesitzer geht Krum jedoch davon aus, daß das Enteignungsverfahren bis zum Ende durchgezogen werden muß. Eine Verzögerung des Projektes sei damit jedoch nicht verbunden.

Schon in den nächsten Wochen sollen sogar erste Flächen des zwischen Schnellbahnstrecke und Autobahn A3 gelegenen, verkehrsgünstig angebundenen Areals vermarktet werden, beispielsweise im Nordwesten nahe der Bundesstraße 275, wo eine Tankstelle gebaut werden soll. Nicht weit davon will ein mittelständisches Unternehmen Büros und Lager errichten. Ein weiterer Investor plant nach Darstellung der Stadt ein "architektonisch reizvolles Bürogebäude mit mehr als 200 Arbeitsplätzen". Insgesamt wird die Erschließung wohl eineinhalb Jahre Bauzeit in Anspruch nehmen.

Krum erinnerte an die zehnjährige Vorgeschichte dieser "städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme". Obwohl schon im August 1993 die ersten Beschlüsse dazu von den städtischen Gremien gefaßt worden seien, gebe es erst seit Juli 1998 eine rechtskräftige Entwicklungssatzung für das "Nassau Viertel" und seit Ende 2002 die ersten Bebauungspläne.

Die dynamische Entwicklung Idsteins und der Schub durch den Hessentag 2002 finde nun ihre Fortsetzung. Mit dem Nassau Viertel und einem weiteren Baugebiet im Süden der Stadt einschließlich dem Bau eines Gesundheitszentrums würden die Rahmenbedingungen für die Entwicklung Idsteins in den nächsten 15 Jahren gesetzt und seine Funktionen als Wohn- und Gewerbestandort gestärkt. (obo.)

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Von Matthias Alexander

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