28.03.2007 · Im Sinne der Wahlfreiheit sollen in Hessen die Gesamtschulen nicht angetastet werden. Das hat die CDU im Landtag klargestellt. Auch die FDP bekannte sich zur Gesamtschule. Grüne und SPD sind für längeres gemeinsames Lernen.
CDU und FDP haben sich im hessischen Landtag zu Gesamtschulen bekannt. Es gehe der Union um Wahlfreiheit zwischen klassischem gegliedertem und integriertem System, nicht um eine Abschaffung der Gesamtschulen, sagte der CDU-Abgeordnete Hans-Jürgen Irmer am Mittwoch.
Seine FDP-Kollegin Dorothea Henzler lobte Integrierte Gesamtschulen (IGS) als leistungsorientiert: „Mich brauchen Sie nicht von der IGS zu überzeugen. Meine eigenen Kinder waren auf einer.“ Beide warfen SPD und Grünen aber vor, diese Schulform zur einzigen machen zu wollen und dabei die eigentlichen Fragen des Bildungswesens zu übersehen.
Grüne: Keine „Zwangseinheitsschule“
Grüne und SPD sprachen sich für längeres gemeinsames Lernen der Schüler aus. Das dreigliedrige System sei eine viel zu grobe Schablone, um den unterschiedlichen Begabungen der Schüler gerecht zu werden, sagte die Sozialdemokratin Heike Habermann: „Wir wollen das Prinzip eines differenzierten, auf das einzelne Kind abgestimmten Unterrichts an jeder Schule umsetzen.“
Der Grüne Mathias Wagner wehrte sich gegen den Vorwurf, auf eine „Zwangseinheitsschule“ hinzuarbeiten. Die Grünen wollen den Schulen freistellen, gemeinsamen Unterricht bis zum Ende der Mittelstufe einzuführen; dafür wollen sie zusätzliche Stellen gewähren.