06.01.2005 · 20 junge Rechtsextreme haben mit Hilfe eines Programmes der hessischen Polizei den Ausstieg aus der Szene geschafft. Das Land will auch künftig jungen Rechtsextremisten bei der Eingliederung in die bürgerliche Gesellschaft helfen.
In den vergangenen 15 Monaten haben 20 junge Menschen mit Hilfe eines Programms der hessischen Polizei den Ausstieg aus der rechtsextremistischen Szene geschafft. Damit wird das Programm „Ausstiegshilfen Rechtsextremismus in Hessen“ über die Pilotphase dauerhaft fortgeführt, wie der hessische Innenminister Volker Bouffier am Donnerstag in Wiesbaden erklärte.
Der Ansatz der Landesregierung, gezielt Mitglieder der rechtsextremen Szene anzusprechen und eine intensive Unterstützung zu leisten, habe sich bewährt. Bei den Aussteigern habe es sich um 18 männliche und zwei weibliche Personen zwischen 16 und 23 Jahren gehandelt, die zum Teil acht- bis neunjährige „rechtsextreme Karrieren“ hinter sich gehabt hätten. Viertel der Aussteiger habe keine Berufsausbildung.