Home
http://www.faz.net/-gzl-75744
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

GEZ-Reform Bußgeld für Beitrags-Verweigerer

GEZ ade: Jeder Haushalt muss vom 1. Januar an den neuen Rundfunkbeitrag zahlen

© dpa Vergrößern Nur noch wenige Tage: Vom 1. Januar an fallen 17,98 Euro pauschal für jeden Haushalt an Rundfunkbeiträgen an.

Die Umstellung von den GEZ-Gebühren auf den neuen sogenannten Rundfunkbeitrag zum 1. Januar wirft viele Fragen auf. Künftig zahlt jeder Haushalt unabhängig von seiner Zusammensetzung oder der Anzahl der Geräte eine pauschale monatliche Gebühr in Höhe von 17,98 Euro, das ist so viel wie die bisherige GEZ-Gebühr - vorerst. Ob es dabei bleibt, ist nicht sicher.

Petra Kirchhoff Folgen:  

Wer der GEZ, die inzwischen unter Beitragsservice firmiert, eine Einzugsermächtigung erteilt hat, muss nicht aktiv werden, da er automatisch auf den neuen Beitrag umgestellt wird, wie das für die „Begleitkommunikation“ zuständige Projektbüro beim Südwestrundfunk Mainz mitteilt. Auch bisherige Daueraufträge laufen weiter wie bisher. Für 90 Prozent der Bürger bleibe alles beim Alten, heißt es.

Wohngemeinschaften profitieren von der neuen Regelung

Aktiv werden müssen nach den Vorschriften dagegen alle Haushalte, die bisher unter Umständen doppelt belastet waren, da sie für mehrere Geräte gezahlt haben. Sie profitieren vom neuen System. Das können nichtverheiratete Paare, Wohngemeinschaften sein oder auch Familien mit erwachsenen und bereits eigenes Geld verdienenden Kindern. Es wird nämlich automatisch davon ausgegangen, dass jeder heutige Zahler auch weiterhin Gebühren überweist. Für die Kündigung reicht ein formloses Schreiben unter Angabe der Teilnehmernummer und eventuell der des künftigen Zahlers.

Mehr zum Thema

Kein Entkommen gibt es fortan für Schwarzseher, da die Einwohnermeldeämter dem Beitragsservice Ein- und Auszüge mitteilen und Daten abgeglichen werden. Dies erfolgt in vier Tranchen. Wer sich nicht selbst anmeldet, wird angeschrieben. Bei Beitragspflicht werden die Gebühren rückwirkend zum 1. Januar 2013 erhoben. Wer länger als sechs Monate nicht oder nur teilweise zahlt, begeht nach Angaben aus Mainz eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Als mögliche Summe werden mindestens 5 Euro und höchstens 1000 Euro genannt.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Finanzmarkt Indexfonds werden immer günstiger

Die Gebühren für ETF sinken - teilweise um die Hälfte. Aktiv verwaltete Fonds dagegen werden immer teurer: Sie erhöhen sogar die Provisionen. Mehr

01.09.2014, 09:16 Uhr | Finanzen
Nicht so sicher wie gedacht Banksafes ziehen Räuber an

Immer mehr Bankkunden suchen Sicherheit in Schließfächern. In manchen Kreditinstituten werden sie schon knapp. Aber ganz so sicher wie gedacht sind sie nicht. Mehr

22.08.2014, 10:21 Uhr | Finanzen
Staubemission und Schallleistung Energiefressende Sauger machen sich aus dem Staub

Von September an werden Staubsauger in der EU mit einem Energie-Label ausgezeichnet. Hersteller warnen: Das neue Etikett ist viel komplizierter als die bisherigen Energieklassen. Verbraucherschützer jubeln. Mehr

26.08.2014, 13:12 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 20.12.2012, 12:30 Uhr

Nach und vor der Demo

Von Helmut Schwan

Den Polizeieinsatz bei den Blockupy-Protesten im vergangenen Juni sehen Richter als rechtmäßig an. Doch nun gilt es, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen - von Polizei und Demonstranten. Auch ein Vergleich mit der Welt des Fußballs lohnt. Mehr 1