14.08.2007 · Knapp zwei Drittel aller hessischen Grundschüler schleppen einer Studie zufolge einen zu schweren Schulranzen. Das hat eine Studie ergeben, an der unter anderem die AOK Hessen beteiligt war.
Knapp zwei Drittel aller hessischen Grundschüler schleppen einer Studie zufolge einen zu schweren Schulranzen. Das ergab eine am Dienstag in Wiesbaden veröffentlichte Untersuchung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung und der AOK Hessen. Befragt wurden im vergangenen Jahr 1914 Grundschüler oder deren Eltern: 65 Prozent der Schüler hatten einen schwereren Schulranzen als empfohlen. Danach sollte das Höchstgewicht 12 bis 13 Prozent des Körpergewichts eines Kindes nicht überschreiten. Ansonsten drohten Haltungsschäden.
„Fehl- und Mehrbelastungen sind ebenfalls vorprogrammiert, wenn der Ranzen „cool“ über dem Gesäß hängend, lässig in einer Hand oder mit nur einem Schultergurt getragen wird“, hieß es in der Mitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft. Bei immerhin rund zehn Prozent der Kinder sitze der Schulranzen in den ersten drei Schuljahren zu tief und damit nicht richtig auf dem Rücken.
Mehr als 1,3 Kilogramm sollte Ranzen nicht wiegen
Vom vierten Schuljahr an tragen nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft schon 30 Prozent der Schüler Rucksäcke statt Schulranzen. Dadurch könne aber der Rücken falsch belastet werden. In den ersten drei Schuljahren hätten noch 80 Prozent der Kinder einen handelsüblichen Schulranzen.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft empfiehlt, dass ein leerer Schulranzen nicht mehr als 1,3 Kilogramm wiegen dürfe. Die Tragegurte sollten gepolstert, das Rückenteil gut befestigt sein. Eltern müssten außerdem darauf achten, dass die Kinder nur das zur Schule mitnehmen, was sie auch wirklich brauchen.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung ist ein gemeinnütziger Verein, der nach eigenen Angaben 1961 von Lehrern, Ärzten und Eltern gegründet worden war. Ziel sei es, die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen bewegungsfreundlicher zu gestalten.
G8
Andrea Weigelt (Andrea.Weigelt)
- 14.08.2007, 18:06 Uhr