14.02.2005 · Wenn George W. Bush am 23. Februar nach Mainz kommt, werden Schulen geschlossen und Mülltonnen ungeleert bleiben - und Straßen gesperrt. Deshalb erwartet die Gewerkschaft Verdi einen „Tag des Stillstands“ im südlichen Rhein-Main-Gebiet.
Mit Blick auf die erwarteten Verkehrsbehinderungen und Sperrungen wegen des Besuchs von Amerikas Präsident George W. Bush am 23. Februar hat die Gewerkschaft Verdi Beschäftigten abgeraten, frei zu nehmen. „Es gibt keine Pflicht, an diesem Tag Urlaub zu nehmen, nur weil An- und Abfahrt zur Arbeitsstelle schwierig bis unmöglich sind“, sagte der hessische Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner am Montag.
Bush wird voraussichtlich auf dem Frankfurter Flughafen landen und von dort nach Mainz fahren. Im südlichen und westlichen Rhein-Main-Gebiet steht nach Verdi-Einschätzung ein „Tag des Stillstands“ bevor. Grundsätzlich liege das Wegerisiko beim Beschäftigten. Um Abmahnungen zu vermeiden, sei es ratsam, rechtzeitig mit dem Vorgesetzten über die mögliche Verspätung zu sprechen, sagte Bothner.
Schulen bleibt zu und Mülltonnen ungeleert
Ob der amerikanische Präsident Bush bei seinem Mainz-Besuch auch Wiesbadener Gebiet bereist, ist noch unbekannt, Auswirkungen in Hessens Hauptstadt stehen aber schon fest. So blieben die Schulen in den Stadtteilen Amöneburg, Kastel und Kostheim am 23. Februar geschlossen, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Das gelte auch für die städtischen Kindertagesstätten, Kindergärten und Jugendzentren. Die Mülltonnen würden im gesamten Stadtgebiet an dem Tag nicht geleert, und alle Sporthallen blieben zu. Im ganzen Stadtgebiet müsse mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.
Die Stadt hat mit Einrichtungen, Organisationen und Verbänden Kontakt aufgenommen, um auf mögliche Auswirkungen des Besuches hinzuweisen. Zu den Ansprechpartnern gehörten Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken und Unternehmerorganisationen, teilte die Stadt nach der ersten Sitzung einer Vorbereitungsgruppe unter Leitung von Oberbürgermeister Hildebrand Diehl mit. „Ich gehe dabei davon aus, daß die erheblichen Kosten, die der Stadt durch die angeordneten Maßnahmen entstehen, nicht über den städtischen Haushalt zu finanzieren sind“, erklärt Diehl.