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Für zwei weitere Jahre Ball des Sports bleibt in Wiesbaden

 ·  Die Rhein-Main-Hallen sind für zwei weitere Jahre gebucht. Dies bedeutet, dass Mainz und Frankfurt wieder nicht zum Zuge kommen.

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Der Ball des Sports findet nicht nur am 5. Februar dieses Jahres, sondern auch 2012 und 2013 in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen statt. Das hat der Vorstand der Stiftung Deutsche Sporthilfe beschlossen.

Ihr Vorsitzender Michael Ilgner lobte gestern die „Nacht auf Eis“, mit der die Landeshauptstadt sich im vergangenen Jahr nachdrücklich empfohlen habe. Dass die Gäste hoch zufrieden gewesen seien, lasse sich daran erkennen, dass der Ball schon seit Dezember ausverkauft sei. Erwartet werden 1800 Gäste. Eine Eintrittskarte kostet 1000 Euro. Der Nettoerlös dürfte auch in diesem Jahr zwischen einer halben und einer Million Euro liegen. Er kommt dem deutschen Spitzensport zugute.

Oberbürgermeister ist „sehr glücklich“

Die Entscheidung war keine bloße Routine. Denn Wiesbaden richtet den Ball in diesem Winter schon zum fünften Mal hintereinander aus. Als die Stadt im Frühjahr 2009 den Zuschlag für die Jahre 2010 und 2011 bekam, hatte Ilgner Fünfjahreszyklen noch als ideal bezeichnet und eine neue Ausschreibung für den Ball des Jahres 2012 angekündigt.

Der Wiesbadener Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) zeigte sich am Donnerstag denn auch „sehr glücklich“ über die Entscheidung. Er berichtete von längeren Verhandlungen, in denen die Sporthilfe habe erkennen lassen, dass Wiesbaden grundsätzlich auch in den beiden nächsten Jahren zum Zuge kommen könne. Kurz vor Weihnachten sei der Durchbruch geschafft gewesen. Die Steuerungsgruppe, die sich aus Vertretern der Deutschen Sporthilfe und der Landeshauptstadt zusammensetze, habe sich bewährt und solle die Arbeit fortsetzen.

Für einen Ball flossen insgesamt mehr als 600.000 Euro aus Wiesbaden

Nach Informationen dieser Zeitung entspricht die jetzt vereinbarte finanzielle Beteiligung der Stadt dem Beschluss, den die Stadtverordneten Mitte Dezember des vergangenen Jahres fassten. Der Magistrat sollte einen Abschluss zu den Konditionen anstreben, die auch in den vergangenen Jahren galten.

Für einen Ball flossen insgesamt mehr als 600.000 Euro aus Wiesbaden an die Sporthilfe. Die Hälfte davon zahlte die Landeshauptstadt für die Miete der Rhein-Main-Hallen. Mit 100.000 Euro finanzierte sie Programmbeiträge. Weitere 200.000 Euro übernahm die Spielbank.

Erhebliche mediale Beachtung

Der Ball des Sports fand zum ersten Mal im Jahr 1970 in der Jahrhunderthalle Höchst statt und blieb dort bis 1976. Von 1978 bis zum Jahr 1990 war dann die Rheingoldhalle in Mainz der Austragungsort der Veranstaltung. In den Jahren 2002 bis 2006 fand der Ball in der Frankfurter Festhalle statt. In der Wiesbadener Rhein-Main-Halle war die Deutsche Sporthilfe bislang insgesamt 15 Mal zu Gast. Mit der jetzigen Entscheidung würde die Landeshauptstadt 2013 bereits zum achtzehnten Mal Gastgeber des Balls sein und damit deutlich vor Mainz und Frankfurt liegen.

„Mit der Rückkehr des Balls aus Frankfurt konnte die Identifikation mit der Landeshauptstadt Wiesbaden wieder hergestellt werden“, äußerte Müller am Donnerstag. Mit dem Ball sei einerseits eine erhebliche mediale Beachtung verbunden, andererseits hielten zahlreiche Prominente und Multiplikatoren sich an einem Wochenende in Wiesbaden auf. Die Rolle des Gastgebers bedeute einen wichtigen Imagegewinn für den Wirtschafts- und Kongressstandort.

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Jahrgang 1963, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

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