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Erste Weinbank im Rheingau Vergitterte Schließfächer für wertvolle Tropfen

01.12.2009 ·  In dieser Bank gibt es keine Schalter, kein Personal und auch keinen Kontoauszugdrucker, dafür aber gedämpfte Musik, ein stilvolles Ambiente und viele, viele beleuchtete Schließfächer. Sie ist die erste Weinbank im Rheingau - und in Deutschland.

Von Oliver Bock, Eltville
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In dieser Bank gibt es keine Schalter, kein Personal und auch keinen Kontoauszugdrucker, dafür aber gedämpfte Musik, ein stilvolles Ambiente und viele, viele beleuchtete Schließfächer. Das Rheingauer Weingut Balthasar Ress hat selbstbewusst eine Deutschland-Premiere für Samstag angekündigt, wenn es die Weinbank eröffnet. Dabei handelt es sich um ein für die Kunden jederzeit zugänglichen Weinkeller, der gleichzeitig geschütztes und wohl temperiertes Lager als auch ein gediegener Verkostungsraum ist.

In dem Gewölbe an der Hauptstraße, dessen älteste Teile aus dem 17. Jahrhundert stammen, haben Stefan und Christian Ress insgesamt 223 verschieden große Weinfächer und drei separate, begehbare Weinkeller eingebaut. Dort kann jeder Kunde seine eigenen Weinschätze einlagern, und das müssen keineswegs Tropfen aus dem Weingut Ress sein. Dank einer persönlichen Chipkarte können diese Weinenthusiasten Tag und Nacht den kameraüberwachten Gewölbekeller betreten. Bewegungsmelder schalten dann das Licht ein und setzen die Anlage in Gang, die für dezente Hintergrundmusik sorgt.

„Privater Weinkeller der Luxusklasse“

Allein, oder mit Freunden und Geschäftspartnern kann der Weg des Winebankers dann zum eigenen Schließfach führen, oder er blickt durch die Gitter der anderen um zu sehen, welche in der Weinbank gut versicherten Schätze andere Weinbankkunden so eingelagert haben. Eine mit Gläsern, Öffnern, Kühlern und Mineralwasser voll ausgestattete Verkostungszone lädt zum Probieren ein. Auf Wunsch liefern Hattenheimer Gastronomen dazu auch Häppchen oder andere kulinarische Delikatessen. Die Weinbank verspricht ihren Kunden einen „privaten Weinkeller der Luxusklasse“.

Das Oestrich-Winkeler Architekturbüro SMP hat den historischen Keller vornehmlich unter Einsatz regionaler Werkstoffe wie Schiefer aus einem Steinbruch bei Bacharach und Quarzit-Kies aus dem Taunus restauriert und gestaltet. Eine Spezialfirma hatte zuvor aus einem Teil des Gewölbes die längst nicht mehr genutzten Betontanks früherer Jahrzehnte mühsam herausgemeißelt.

Schließfächer schon in Bauphase gebucht

Die ersten der unterschiedlich großen Schließfächer sind schon in der Bauphase gebucht worden, darunter auch einige der größten für bis zu 5500 Flaschen. Für die kleinsten Depots ihrer Art, die 35 Flaschen Wein aufnehmen können, werden 49 Euro monatlich fällig, ein Fach für 105 Flaschen schlägt mit 89 Euro zu Buche. Darin enthalten ist allerdings der freie Zugang in die Bank und die Möglichkeit, Freunden eine Weinprobe in ungewöhnlichem Ambiente anzubieten.

Von 7. Dezember an kann die erste Weinbank auf Anfrage besichtigt werden, Telefon 067 23/9195-0, www.winebank.de

Quelle: F.A.Z.
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