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Bildung Schwächere Schüler holen auf

24.03.2006 ·  Beim obligatorischen Mathematik-Wettbewerb haben hessische Schüler der achten Klasse deutlich bessere Ergebnisse als in den Vorjahren erzielt. Am schlechtesten rechneten die Mädchen und Jungen in Wiesbaden und Frankfurt.

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Eine deutliche Leistungssteigerung hat der Mathematik-Wettbewerb an den hessischen Schulen im vergangenen Jahr erbracht. Vor allem in den Hauptschulen, aber auch in Realschulen und Gymnasien seien abermals bessere Resultate als im Vorjahr erzielt worden, berichtete Kultusministerin Karin Wolff (CDU) gestern in Wiesbaden.

Dabei hätten sich die Qualitätsunterschiede zwischen den Schulen verringert, sagte die Ministerin. Es gebe „kaum noch Ausreißer nach unten“. Seit Jahren sei allerdings festzustellen, daß Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien erfolgreicher abschnitten als die entsprechenden Zweige kooperativer Gesamtschulen, und letztere wiederum besser als die Zweige integrierter Gesamtschulen.

Rund 61.200 Schüler der achten Klassen von 555 hessischen Schulen nahmen an dem obligatorischen Test teil. Anfang Dezember vergangenen Jahres schrieben sie einen zweistündigen, je nach Schulform unterschiedlich schwierigen Test, der als Klassenarbeit galt und nach einem landesweit einheitlichen Notenschlüssel bewertet wurde.

Bemühungen um schwächere Schüler

Die besten Resultate im Kreisvergleich erzielten die Schüler im Kreis Limburg-Weilburg gefolgt von Waldeck-Frankenberg und dem Landkreis Fulda. Am schlechtesten rechneten die Mädchen und Jungen in Wiesbaden und Frankfurt. Die Einzelergebnisse der Schulen sind auf der Internetseite des Kultusministeriums unter der Adresse www.kultusministerium.hessen.de nachzulesen, die Wettbewerbsaufgaben finden sich unter www.mathematik-wettbewerb.de.

Wolff wertet den Ausgang des Wettbewerbs und die kontinuierliche Leistungssteigerung in den vergangenen Jahren als Beleg dafür, daß die Landesregierung mit ihren Bemühungen insbesondere um schwächere Schüler auf dem richtigen Weg sei. Die Qualität des Mathematikunterrichts habe sich aber auch insgesamt verbessert. Schulen mit einem hohen Ausländeranteil schnitten nicht automatisch schlechter ab, auch dort gebe es große Leistungsuntersschiede.

Hessen ist nach den Worten der Kultusministerin bisher das einzige Bundesland mit einem landesweit verbindlichen Schülerwettbewerb. Bis zum übernächsten Schuljahr würden ähnliche Tests in Deutsch (Jahrgangsstufe 6) und Englisch (Jahrgangsstufe 8) sowie zum Ende der vierten Klasse in Deutsch und Mathematik vorbereitet.

Beispielaufgabe A (Gymnasium):

Aus einem Faß werden 480 Flaschen Fruchtsaft zu je 0,25 Liter abgefüllt. Wie viele 0,3-Liter-Flaschen können mit der gleichen Saftmenge gefüllt werden? Berechne das Fassungsvermögen einer Flasche, wenn 360 Flaschen mit der gleichen Saftmenge abgefüllt werden können.

Beispielaufgabe B (Realschule):

Im Jahr 2003 verbrauchte Familie Maurer 4700 Liter Heizöl. Nach wärmedämmenden Maßnahmen konnte der Jahresverbrauch um 940 Liter verringert werden. Um wie viel Prozent sank der Verbrauch?

Beispielaufgabe C (Hauptschule):

Ein Viertel der Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 b fehlen, weil sie an einem Fußballturnier teilnehmen, ein Achtel der Klasse fehlt aus anderen Gründen. Tim sagt: „Da fehlt ja die Hälfte der Klasse!“ Hat er recht? Begründe Deine Antwort durch Rechnung.

Antworten: A: 400 Flaschen; ein Drittel oder 0,33 Liter; B: um 20 Prozent; C: nein, es fehlen drei Achtel, das ist weniger als die Hälfte.

Quelle: ler./lhe., F.A.Z., 25.03.2006
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