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Babenhausen/Ober-Ramstadt Aufklärung von Gewalttaten wird zur Puzzlearbeit

21.04.2009 ·  Die Familientragödie in Ober-Ramstadt, bei der ein 16-Jähriger seinen zehn Jahre jüngeren Bruder umgebracht haben soll, wird für die Ermittler zur Puzzle-Arbeit. Der Junge wurde wohl erstickt. Derweil nimmt die Polizei in Babenhausen an, dass die Gewalttat mit zwei Toten wohl nicht auf ein Familiendrama zurück geht.

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Die Familientragödie im südhessischen Ober-Ramstadt, bei der ein 16-Jähriger seinen zehn Jahre jüngeren Bruder umgebracht haben soll, wird für die Ermittler zur Puzzle-Arbeit. Der genaue Hergang des Geschehens vom Dienstag vergangener Woche sei noch nicht klar. „Wir haben ein Bild, wollen das aber noch untermauern“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Dies werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der sechs Jahre alte Junge wurde vermutlich erstickt. Der Bruder sitzt in Untersuchungshaft. Er verweigert die Aussage. Die Verhältnisse in der Familie gelten als schwierig. Die alleinerziehende Mutter hat noch vier andere Kinder, darunter eine volljährige Tochter und ein Baby.

Derweil nimmt die Polizei in Babenhausen an, dass die Gewalttat mit zwei Toten und einer Schwerverletzten vermutlich nicht auf ein Familiendrama zurück geht. Derzeit konzentrierten sich die Ermittlungen auf das private und berufliche Umfeld, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Darmstadt mit. Bisher sei auch keine Tatwaffe gefunden worden.

Beamte hatten am Montag mit Diensthunden das Gelände zentimeterweise nach Spuren durchkämmt. Am Samstag waren die Leichen eines Ehepaars - einer 58-jährigen Frau und eines 62-jährigen Mannes - mit Schussverletzungen in einem Einfamilienhaus entdeckt worden. Die 37 Jahre alte Tochter wurde schwer verletzt und ist auf absehbare Zeit nicht vernehmungsfähig.

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