12.08.2010 · Das Land Hessen hofft auf eine deutlich bessere Mobilität im Ballungsraum rund um Frankfurt. Zu diesem Zweck darf auf der Autobahn 5 die Standspur auf einem weiteren Streckenabschnitt fortan zu Stoßzeiten genutzt werden.
Freie Fahrt für Berufspendler: Auf der Autobahn 5 bei Darmstadt werden künftig die Seitenstreifen freigegeben, wenn sich der Verkehr mal wieder staut. Eine neue Leitanlage, die zwischen dem Darmstädter Kreuz und der Anschlussstelle Seeheim-Jugenheim in Betrieb genommen wurde, gibt nun auf einem zehn Kilometer langen Abschnitt vor allem in den Stoßzeiten das Tempo vor.
Nach Einschätzung des hessischen Verkehrsministeriums war die Freigabe der ersten Streifen auf Abschnitten der A3 und A5 ein Erfolg. Das neue Projekt kostet rund 5,9 Millionen Euro, es zahlt das Bundesverkehrsministerium.
Auf der A5 fahren täglich bis zu 144.000 Autos, die Autobahn hat laut Ministerium die höchste Verkehrsbelastung im Rhein-Main-Gebiet. Zwischen Darmstadt und der Anschlussstelle Eberstadt werden in dem Abschnitt, den die neue Anlage regulieren soll, von morgens bis abends insgesamt rund 81.000 Wagen gezählt.
Hoffnung auf deutlich bessere Mobilität im Ballungsraum
Es gibt inzwischen auf 87 hessischen Autobahnkilometern freie Fahrt auf der Standspur, sagte Hessens Verkehrsminister Dieter Posch. Der FDP-Politiker erhofft sich eine deutlich bessere Mobilität im Ballungsraum rund um Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Außerdem sollen der Verkehr sicherer und die Umwelt weniger belastet werden.
Gesteuert wird die Anlage rund um die Uhr durch die Verkehrszentrale Hessen. Zur besseren Kontrolle überwachen die Experten den Abschnitt mit 19 Videokameras und Detektoren. „So wird erreicht, dass dieser nur dann freigegeben wird, wenn sich dort keine Fahrzeuge oder sonstige Hindernisse befinden“, hieß es.