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Arbeitsmarkt : Arbeitslosenquote in Hessen auf niedrigstem Stand seit 1991

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Den Weg zum Arbeitsamt müssen in Hessen immer weniger Leute gehen: Die Zahl sank im September deutlich. (Archivbild) Bild: dpa

Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt: Im September ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen abermals gesunken. Der deutliche Abbau komme überraschend – vor allem mit Blick auf weiterhin fehlende Fachkräfte.

          Mit einem deutlichen Abbau der Arbeitslosigkeit ist der hessische Arbeitsmarkt in den Herbst gestartet. Die Zahl der als arbeitslos registrierten Männer und Frauen fiel von August auf September 2017 um gut 6000 auf noch 161.682 Menschen, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Freitag in Frankfurt mitteilte. Mit 4,8 Prozent wurde die niedrigste Arbeitslosenquote seit Mai 1991 registriert.

          Die Herbstbelebung sei überraschend deutlich ausgefallen, kommentierte Regionaldirektionschef Frank Martin. Die Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften ist nach Erhebungen der Agentur derzeit so hoch wie noch nie in den vergangenen Jahren. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter kennen derzeit mehr als 55.000 offene Stellen.

          Schwierige Suche nach Fachkräften

          Für viele Betriebe werde es zunehmend schwieriger, die dringend benötigten Fachkräfte zu finden, erklärte Martin. „Das gilt auch für die Suche nach Nachwuchs. Sind weniger Bewerberinnen und Bewerber auf dem Markt, verlängern sich die Besetzungszeiten, mehr Kompromisse müssen geschlossen werden.“

          Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) verlangte eine fundierte Berufsorientierung in den öffentlichen Schulen. Immer noch hätten zu viele Schulabgänger nicht das notwendige Rüstzeug für eine Ausbildung, kritisierte VhU-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert.

          Der DGB Hessen begrüßte die guten Perspektiven für die kommenden Herbst- und Wintermonate, verlangte aber gleichzeitig von den Arbeitgebern, auf Befristungen bei neu eingestellten Kräften zu verzichten. „Der Arbeitsmarkt in Hessen funktioniert auch ohne die benachteiligenden Regelungen im Teilzeit- und Befristungsgesetz“, erklärte die DGB-Landesvorsitzende Gabriele Kailing. „Unter anderem
          muss das Instrument der sachgrundlosen Befristung ersatzlos
          gestrichen und der Missbrauch von Kettenbefristungen verhindert werden.“

          Quelle: dpa

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