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Hanau : Damit die Museumseisenbahn eine Zukunft hat

Neue Heimat: Um den Hanauer Lokschuppen zu erhalten, soll eine geplante Bahnüberführung verlegt werden. Bild: Rainer Wohlfahrt

Die Stadt Hanau versucht, das historische Eisenbahnbetriebswerk zu erhalten. Dort betreibt und wartet ein Verein eine Dampflok von 1942. Sie sind in einem Ringlokschuppen untergestellt.

          Die Stadt Hanau bemüht sich, die Museumseisenbahn im ehemaligen Bahnbetriebswerk am Hauptbahnhof zu retten. Dazu müssen geltende Pläne geändert werden. Denn für den Bau einer geplanten Überführung müsste ein Teil des historischen Betriebswerks abgerissen werden. Die Stadt verhandelt derzeit mit der Deutschen Bahn über neue Pläne. Ein Verein nutzt das Gelände mit Gebäuden östlich des Hauptbahnhofs, um dort historische Lokomotiven unterzubringen und zu pflegen, darunter eine Dampflok aus dem Jahr 1942 und zwei alte Dieselzugmaschinen.

          Jan Schiefenhövel

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Sie sind in einem historischen Ringlokschuppen untergestellt, dessen einzelne Abteile mit Hilfe einer Drehscheibe erreicht werden. Dem Verein gehören darüber hinaus historische Personen- und Güterwagen. Das Bahnbetriebswerk wurde in den Jahren 1904 bis 1907 errichtet, bis 1966 wurden dort Lokomotiven aus ganz Deutschland gewartet. Es entstand an dieser Stelle, weil Hanau in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts zu einem wichtigen Knotenpunkt des Eisenbahnnetzes geworden war.

          DB Netz AG will der Eisenbahn eine Zukunft ermöglichen

          Östlich an dem Gelände vorbei führt die Straße Heideäcker, die die Hanauer Kernstadt mit dem Stadtteil Großauheim verbindet. Für diese Straße gibt es einen Bahnübergang an den Gleisen von Hanau nach Gelnhausen. Dieser Bahnübergang auf dem Niveau der Schienen soll durch eine Brücke ersetzt werden, um Wartezeiten zu vermeiden. Für diese Überführung gewährt ein Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2007 Baurecht. Diese immer noch gültigen Pläne gefährden allerdings die Museumseisenbahn, denn der Ringlokschuppen müsste der Überführung weichen. Damit verlöre der Verein die Garage für die Loks und könnte seine Arbeit nicht fortsetzen. Das Bahnbetriebswerk ist vom hessischen Denkmalschutz als Kulturdenkmal anerkannt. Die Stadt Hanau ist im Gespräch mit der Bahn, um die Überführung weiter nach Osten zu verschieben. So könnten der Lokschuppen und die Drehscheibe erhalten bleiben. Die Stadtverordneten sprachen sich dieser Tage einstimmig dafür aus, die Verhandlungen in diesem Sinne fortzusetzen und eine entsprechende Vereinbarung mit der Bahn einzugehen.

          In der Vorlage der Verwaltung heißt es, die Bahntochter DB Netz AG sei schon damit einverstanden, die Pläne zu ändern und somit der Museumseisenbahn eine Zukunft zu ermöglichen. Für eine Straßenüberführung weiter östlich werden nach Darstellung der Verwaltung allerdings Gewerbegrundstücke gebraucht, und die darauf stehenden Gebäude müssten abgerissen werden. Mit den Eigentümern der Grundstücke habe die Stadt in den vergangenen beiden Jahren schon verhandelt. Außer einer Straßenbrücke über die Gleise komme für die Querung auch eine Unterführung unter den Schienen hindurch in Frage. Die Kosten für das Vorhaben seien im Jahr 2008 auf fast sieben Millionen Euro geschätzt worden. Die Vereinbarung mit der Bahn, deren Entwurf den Fraktionen vorgelegt wurde, sieht vor, dass die Stadt ein Drittel davon übernimmt.

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          Die Stadt will in den Verhandlungen weiter erreichen, dass die Bahn auch bei einem zweiten Bauprojekt Rücksicht auf die Museumseisenbahn nimmt, beim Ausbau der Strecke von Hanau nach Gelnhausen. Der Entwurf für die Vereinbarung mit der Bahn sieht vor, dass die zusätzlichen Gleise so verlaufen, dass der Ringlokschuppen und die Drehscheibe erhalten bleiben können.

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