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Rechtschreibung in Oberstufe : Lehrerverbände kritisieren neue Deutsch-Regeln

  • Aktualisiert am

Umstritten: Die Rechtschreibregeln beschäftigen Bürokraten nicht nur mit Blick auf die Grundschule Bild: dpa

Der Deutsche Lehrerverband Hessen warnt vor sinkenden Rechtschreibungsstandards. CDU und Grüne wollen im Landtag einen Antrag „zur Stärkung der Bildungssprache Deutsch“ einbringen.

          Der Deutsche Lehrerverband Hessen hat davor gewarnt, die Anforderungen für die Rechtschreibung im Fach Deutsch in der gymnasialen Oberstufe weiter herunterzuschrauben. Im laufenden Schuljahr sei in Aufsätzen die Orthografie erstmals deutlich weniger streng bewertet worden, kritisierte die Landesvorsitzende Edith Krippner-Grimme. Das - vom CDU-Politiker Alexander Lorz geführte - hessische Kultusministerium habe die neue Anordnung mit Empfehlungen der Kultusministerkonferenz begründet.

          „Zumindest am Gymnasium erwarte ich, dass man einigermaßen korrekt schreibt“, sagte Krippner-Grimme der Deutschen Presse-Agentur. Das gehöre zur Allgemeinbildung.

          Rechtschreibung schon in der Grundschule erarbeiten

          Die Regierungsfraktionen CDU und Grüne wollen an diesem Mittwoch im Landtag einen Antrag „zur Stärkung der Bildungssprache Deutsch“ einbringen. Das orthografisch korrekte Schreiben müsse in der Grundschule von Anfang an systematisch erarbeitet werden, heißt es darin. Die Handschrift müsse „elementarer Bestandteil unserer Schriftkultur“ bleiben. Auf die Erfüllung dieses Auftrags müsse die Landesregierung achten.

          Der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) warf der Regierung vor, mit Anordnungen wie im Fach Deutsch in der Oberstufe die eigenen Ansprüche zu „konterkarieren“. „Damit werden die Hürden tiefer gehängt“, kritisierte VBE-Landeschef Stefan Wesselmann. Die Rolle von Deutsch könne auch durch mehr Stundenzuweisungen an den vier Stufen der Grundschulen gestärkt werden, schlug er vor.

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