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Protest gegen Fluglärm Wutbürger entdecken die Frankfurter SPD

 ·  Frankfurter Fluglärmgegner treten in Scharen dem Sachsenhäuser Ortsverein der SPD bei. Darunter sind Zahnärzte, Immobilienmakler und Anwälte.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (16)

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Sabine Meier

SPD verspielt mutwillig die durch OB Feldmann gewonnene Sympathie

Es ist nicht einmal ein Jahr her, dass in Frankfurt der OB-Wahlkampf tobte. Der ungelenke Kandidat der CDU, der auch heute noch Innenminister unseres Landes ist, verspielte bei seinen Stammwählern im Süden jede Sympathie. OB Feldmann wurde gewählt. Mit teilweise über 70% der Stimmen in diesen Wahlbezirken. Damals hatten also die "Wutbürger" die SPD bereits für sich entdeckt. Bei 36 Personen ist sogar Begeisterung entstanden. Befördert durch Peter Feldmanns verbindliches Auftreten und ganz besonders durch den im Frankfurter Süden aktiven und bienenfleißigen Ralf Heider. Als nun durch eine außerplanmäßig einberufene Delegiertenwahl auch noch die Möglichkeit eröffnet wurde, aktiv an dem Abstimmungsprozess über den künftigen Landtagskandidaten im Süden mitzubestimmen, war dies für endgültig der Auslöser den "letzten" Schritt zu gehen: Die Mitgliedschaft wurde beantragt.
Die SPD sollte sich über diesen Zuspruch freuen, anstatt mutwillig die neugewonnene Sympathie zu verspielen.

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Gerhard Katz

Diese Spielchen, mit Masseneintritten den Kurs zu bestimmen,

sind weiter verbreitet als man annimmt.

So wurde in Karlsruhe ein CDU-Mann OB-Kandidat, weil bei der Kandidatenwahl der Partei genügend kurz vorher eingetretene "Freunde" für ihn stimmten.

Geklappt hat es letztlich aber nicht. Er wurde nicht OB.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2013 10:31 Uhr
Miki Krstic Dr.

Für die Katze ein Spiel, für die Maus bitterer Ernst

Mit Verlaub Herr Katz, aber das sind keine Spielchen. Da wollen sich engagierte Bürger in der für sie vermeintlich sinnvollsten Partei einbringen und ihren Willen damit zum Ausdruck bringen. Als Quittung erhalten sie allerdings die klare Aussage, daß sie nicht Erwünscht sind. Ihr Willen schon gar nicht. Was soll das heißen? Nur altgediente und auf Parteikurs eingeschworene Parteisoldaten haben eine Chance? Bei solchen Signalen ist es nicht verwunderlich, daß die (erwünschten) Politikverdrossenheit immer weiter zunimmt.

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Miki Krstic Dr.

Quo vadis Demokratie?

Es soll tatsächlich Leute geben, die sich mit den politischen Parteien auseinandergesetzt haben und für sich entschieden haben, daß sie in der Sachsenhäuser SPD, insbesondere nach deren Beschluss die NW zu schließen, am besten aufgehoben sind. Jetzt stellt sich heraus, daß die Lobbyisten derartigen Einfluss auf die Partei haben, daß mit einmaligen Winkelzügen der Bürgerwillen ausgehebelt werden soll. Wozu dann der Beschluss? Sollen da Wählerstimmen eingefangen werden, die sich aber bitte ja nicht in der Partei engagieren sollen? Eine schon 2 mal gegen Boddenberg gescheiterte Tursky Hartmann wird es jetzt erst recht nicht schaffen per Erststimme zur Landtagswahl gewählt zu werden. Bleibt das Geschmäckle, daß damit ihre Mission aber trotzdem erfüllt wäre.

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Jens Münch

@ Herbert Sax - WOW!

Ganz starker Kommentar!

Er zeigt mir zum einen, dass man mit kruden pauschalen Vorurteilen gegenüber einzelnen (Berufs-)Gruppen immer noch viel anonymen Beifall erheischen kann. Beängstigend...

Zum anderen zeigt er mir, dass Sie offensichtlich keine Ahnung davon haben, was 18 Stunden Fluglärm pro Tag bedeuten (Davon Betroffene sollten zum Ausgleich gratis in den Urlaub fliegen dürfen...), oder aber oder den "Snobs" schlichtweg die Belästigung in Verbindung mit Gesundheits- und Vermögensschäden gönnen. Ebenfalls beängstigend...

Mich würde mal interessieren, wie Sie es aufnehmen würden, wenn man Sie persönlich von allen Dienstleistungen, die Zahnärzte, Immobilienmakler und Anwälte erbringen, ausschließen würde. Ich schätze, Sie würden etwas vermissen.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 15.01.2013 15:04 Uhr

Mich würde mal interessieren.....

.....wie die Wutbürger es aufnehmen würden wenn man sie persönlich vom Flugverkehr in Frankfurt aussperren würde. Speziell Zahnärzte, Immobilienmakler und Anwälte. Sie würden vermutlich von Köln aus fliegen den das ist NIMBY.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2013 07:11 Uhr
Christine Kirchhoff

@Herbert Sax

Der Airport Frankfurt ist ein Transfer-Flughafen.Nach Fraport-Angaben sind 50 % aller Passagiere Umsteiger. Diese Umsteiger kommen naturgemäss nicht aus Frankfurt. Die verbleibende andere Hälfte besteht zum Teil aus innerdeutschen Flügen.
Es sind also wohl kaum die von Ihnen als Wutbürger geschmähten, die das hohe Verkehrsaufkommen des inmitten eines Ballungsgebietes liegenden Flughafens verursachen.
Im übrigen sind die vom Fluglärm betroffenen verhinderten Parteimitglieder - auch wenn Sie es mantrafhaft wiederholen - ja nicht gegen den Flughafen, sondern gegen den Ausbau desselben. Dem Planfeststellungsbeschluss liegt eine geplante Steigerung um 40 % auf mehr als 700.000 Flugbewegungen im Jahr zugrunde. Eine Wachstumsrate, die die schon heute für manche Anwohner unerträgliche Belastung ins unvorstellbare steigern würde.

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Carolin Link

Tursky-Hartmann will manipulieren

Lese ich da richtig? "...Während fast alle Frankfurter Ortsvereine ihre alten Delegierten zu den jeweiligen Konferenzen entsenden, haben die Anhänger Tursky-Hartmanns durchgesetzt, dass im Ortsverein Sachsenhausen am Samstag die Delegierten von den Parteimitgliedern neu gewählt werden. Tursky-Hartmann hoffte darauf, die Mehrheitsverhältnisse dabei zu ihren Gunsten verändern zu können....." Tursky-Hartmann möchte die Wahl manipulieren und wundert sich, dass die Bürger nicht mitspielen und in die SPD eintreten wollen. Manipulieren ist also legitim, aber in die SPD eintreten und mitarbeiten geht nicht? Kann es sein, dass Tursky-Hartmann mit allen Mitteln versucht hat, die Bewerber abzuwimmeln? Nennt man das bei der SPD Demokratie? Ziemlich verwunderlich, dass Tursky-Hartmann Beschlüsse wie Landebahn schliessen des Ortvereins gar nicht mitträgt, aber gewählt werden will. Zu glauben Tursky-Hartmann hätte eine ähnliche Postion wie der OB, ist Sand in die Augen streuen.

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Otto Kaldrack

wutbürger

sind selber schuld, wenn sie einer partei beitreten, die nichts anderes vorhat,
als sie für faulpelze und betrüger und den eigenen vorteil, wie man nicht zuletzt
bei diesem einzigartigen und erfolgreichen berliner flughafen zu sehen, zu schröp-
fen. aber jeder ist seines glückes schmied, sagt ein altes sprichwort. dbddhkpsav

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.01.2013 17:00 Uhr
stefan keller

da verwechseln sie

aber offenbar die parteien.... für betrüger und faulpelze gibt es doch die fdp;)

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Kai-Uwe Lensky

Inzwischen bin ich der Meinung, ...

...dass "Wutbürger" bei einer der etablierten Parteien fehl am Platze sind. Der einzige Weg sind wohl Bürgerbewegungen.

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Kai-Uwe Lensky

Eigentlich ist die SPD doch ein Garant für eine geringe Lärmbelästigung.

Die Lärmbelästigung durch den Flughafen BER zumindest ist sehr gering.

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Patricia Jung
Patricia Jung (jungpf) - 15.01.2013 12:59 Uhr

Nee echt

Die SPD hat die Startbahn West auf Biegen und Brechen durchgesetzt. Dass die SPD jetzt eine Startbahn schließt, davon kann kein vernünftiger Mensch ausgehen. Dafür verbeugt sich die SPD nur allzugerne vor Wirtschaftsinteressen und den Sachzwängen.

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Dieter Kleindienst

Der SPD Ortsverein Sachsenhausen

hat die Mitgliedsanträge abgelehnt. Dieser unglaubliche Vorgang macht mich fassungslos. Auf ihrer Internetseite wirbt die SPD neue Miglieder mit folgendem Text:

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Wir wollen sie meistern. Dabei sind wir auf Hilfe angewiesen – Hilfe von Menschen, die mitmachen und sich einmischen. Auf diejenigen, die Position beziehen wollen zu den großen Zukunftsfragen. Aber auch auf die, die sich vor Ort um einen neuen Kinderspielplatz kümmern oder sich für die Umwelt engagieren.

Wir Sozialdemokraten haben nicht sofort auf alles die richtige Antwort. Aber wir laden alle ein, mit uns über richtige Antworten zu diskutieren und diese Antworten dann gemeinsam umzusetzen. Demokratische Willensbildung, die möglichst viele einbezieht, hat ihre Wurzeln vor Ort. Wir wollen die Türen der SPD weit öffnen: für neue Ideen, für neues Engagement, für neue Mitglieder."

Demokratische Willensbildung hat ihrer Wurzeln vor Ort. Revolutinonäre Willensbildung

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.01.2013 13:19 Uhr
Kai-Uwe Lensky

"Es muss demokratisch aussehen, ...

...aber wir müssen alles in der Hand haben."
Walter Ulbricht

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Dieter Kleindienst

Ergänzung

Der letzte Satz sollte lauten: Revolutionäre Willensbildung ebenso.

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Jahrgang 1954, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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