14.01.2013 · Frankfurter Fluglärmgegner treten in Scharen dem Sachsenhäuser Ortsverein der SPD bei. Darunter sind Zahnärzte, Immobilienmakler und Anwälte.
Von Hans RiebsamenRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
SPD verspielt mutwillig die durch OB Feldmann gewonnene Sympathie
Es ist nicht einmal ein Jahr her, dass in Frankfurt der OB-Wahlkampf
tobte. Der ungelenke Kandidat der CDU, der auch heute noch Innenminister
unseres Landes ist, verspielte bei seinen Stammwählern im
Süden jede Sympathie. OB Feldmann wurde gewählt. Mit teilweise
über 70% der Stimmen in diesen Wahlbezirken. Damals hatten also die
"Wutbürger" die SPD bereits für sich entdeckt. Bei
36 Personen ist sogar Begeisterung entstanden. Befördert durch
Peter Feldmanns verbindliches Auftreten und ganz besonders durch den im
Frankfurter Süden aktiven und bienenfleißigen Ralf Heider.
Als nun durch eine außerplanmäßig einberufene
Delegiertenwahl auch noch die Möglichkeit eröffnet wurde,
aktiv an dem Abstimmungsprozess über den künftigen
Landtagskandidaten im Süden mitzubestimmen, war dies für
endgültig der Auslöser den "letzten" Schritt zu
gehen: Die Mitgliedschaft wurde beantragt.
Die SPD sollte sich über diesen Zuspruch freuen, anstatt mutwillig
die neugewonnene Sympathie zu verspielen.
Diese Spielchen, mit Masseneintritten den Kurs zu bestimmen,
sind weiter verbreitet als man annimmt.
So wurde in Karlsruhe ein CDU-Mann OB-Kandidat, weil bei der
Kandidatenwahl der Partei genügend kurz vorher eingetretene
"Freunde" für ihn stimmten.
Geklappt hat es letztlich aber nicht. Er wurde nicht OB.
Für die Katze ein Spiel, für die Maus bitterer Ernst
Mit Verlaub Herr Katz, aber das sind keine Spielchen. Da wollen sich engagierte Bürger in der für sie vermeintlich sinnvollsten Partei einbringen und ihren Willen damit zum Ausdruck bringen. Als Quittung erhalten sie allerdings die klare Aussage, daß sie nicht Erwünscht sind. Ihr Willen schon gar nicht. Was soll das heißen? Nur altgediente und auf Parteikurs eingeschworene Parteisoldaten haben eine Chance? Bei solchen Signalen ist es nicht verwunderlich, daß die (erwünschten) Politikverdrossenheit immer weiter zunimmt.
Es soll tatsächlich Leute geben, die sich mit den politischen Parteien auseinandergesetzt haben und für sich entschieden haben, daß sie in der Sachsenhäuser SPD, insbesondere nach deren Beschluss die NW zu schließen, am besten aufgehoben sind. Jetzt stellt sich heraus, daß die Lobbyisten derartigen Einfluss auf die Partei haben, daß mit einmaligen Winkelzügen der Bürgerwillen ausgehebelt werden soll. Wozu dann der Beschluss? Sollen da Wählerstimmen eingefangen werden, die sich aber bitte ja nicht in der Partei engagieren sollen? Eine schon 2 mal gegen Boddenberg gescheiterte Tursky Hartmann wird es jetzt erst recht nicht schaffen per Erststimme zur Landtagswahl gewählt zu werden. Bleibt das Geschmäckle, daß damit ihre Mission aber trotzdem erfüllt wäre.
Ganz starker Kommentar!
Er zeigt mir zum einen, dass man mit kruden pauschalen Vorurteilen
gegenüber einzelnen (Berufs-)Gruppen immer noch viel anonymen
Beifall erheischen kann. Beängstigend...
Zum anderen zeigt er mir, dass Sie offensichtlich keine Ahnung davon
haben, was 18 Stunden Fluglärm pro Tag bedeuten (Davon Betroffene
sollten zum Ausgleich gratis in den Urlaub fliegen dürfen...), oder
aber oder den "Snobs" schlichtweg die Belästigung in
Verbindung mit Gesundheits- und Vermögensschäden gönnen.
Ebenfalls beängstigend...
Mich würde mal interessieren, wie Sie es aufnehmen würden,
wenn man Sie persönlich von allen Dienstleistungen, die
Zahnärzte, Immobilienmakler und Anwälte erbringen,
ausschließen würde. Ich schätze, Sie würden etwas vermissen.
Mich würde mal interessieren.....
.....wie die Wutbürger es aufnehmen würden wenn man sie persönlich vom Flugverkehr in Frankfurt aussperren würde. Speziell Zahnärzte, Immobilienmakler und Anwälte. Sie würden vermutlich von Köln aus fliegen den das ist NIMBY.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2013 07:11 Uhr@Herbert Sax
Der Airport Frankfurt ist ein Transfer-Flughafen.Nach Fraport-Angaben
sind 50 % aller Passagiere Umsteiger. Diese Umsteiger kommen
naturgemäss nicht aus Frankfurt. Die verbleibende andere
Hälfte besteht zum Teil aus innerdeutschen Flügen.
Es sind also wohl kaum die von Ihnen als Wutbürger
geschmähten, die das hohe Verkehrsaufkommen des inmitten eines
Ballungsgebietes liegenden Flughafens verursachen.
Im übrigen sind die vom Fluglärm betroffenen verhinderten
Parteimitglieder - auch wenn Sie es mantrafhaft wiederholen - ja nicht
gegen den Flughafen, sondern gegen den Ausbau desselben. Dem
Planfeststellungsbeschluss liegt eine geplante Steigerung um 40 % auf
mehr als 700.000 Flugbewegungen im Jahr zugrunde. Eine Wachstumsrate,
die die schon heute für manche Anwohner unerträgliche
Belastung ins unvorstellbare steigern würde.
Tursky-Hartmann will manipulieren
Lese ich da richtig? "...Während fast alle Frankfurter Ortsvereine ihre alten Delegierten zu den jeweiligen Konferenzen entsenden, haben die Anhänger Tursky-Hartmanns durchgesetzt, dass im Ortsverein Sachsenhausen am Samstag die Delegierten von den Parteimitgliedern neu gewählt werden. Tursky-Hartmann hoffte darauf, die Mehrheitsverhältnisse dabei zu ihren Gunsten verändern zu können....." Tursky-Hartmann möchte die Wahl manipulieren und wundert sich, dass die Bürger nicht mitspielen und in die SPD eintreten wollen. Manipulieren ist also legitim, aber in die SPD eintreten und mitarbeiten geht nicht? Kann es sein, dass Tursky-Hartmann mit allen Mitteln versucht hat, die Bewerber abzuwimmeln? Nennt man das bei der SPD Demokratie? Ziemlich verwunderlich, dass Tursky-Hartmann Beschlüsse wie Landebahn schliessen des Ortvereins gar nicht mitträgt, aber gewählt werden will. Zu glauben Tursky-Hartmann hätte eine ähnliche Postion wie der OB, ist Sand in die Augen streuen.
sind selber schuld, wenn sie einer partei beitreten, die nichts anderes vorhat,
als sie für faulpelze und betrüger und den eigenen vorteil,
wie man nicht zuletzt
bei diesem einzigartigen und erfolgreichen berliner flughafen zu sehen,
zu schröp-
fen. aber jeder ist seines glückes schmied, sagt ein altes
sprichwort. dbddhkpsav
da verwechseln sie
aber offenbar die parteien.... für betrüger und faulpelze gibt es doch die fdp;)
Inzwischen bin ich der Meinung, ...
...dass "Wutbürger" bei einer der etablierten Parteien fehl am Platze sind. Der einzige Weg sind wohl Bürgerbewegungen.
Eigentlich ist die SPD doch ein Garant für eine geringe Lärmbelästigung.
Die Lärmbelästigung durch den Flughafen BER zumindest ist sehr gering.
Die SPD hat die Startbahn West auf Biegen und Brechen durchgesetzt. Dass die SPD jetzt eine Startbahn schließt, davon kann kein vernünftiger Mensch ausgehen. Dafür verbeugt sich die SPD nur allzugerne vor Wirtschaftsinteressen und den Sachzwängen.
Der SPD Ortsverein Sachsenhausen
hat die Mitgliedsanträge abgelehnt. Dieser unglaubliche Vorgang
macht mich fassungslos. Auf ihrer Internetseite wirbt die SPD neue
Miglieder mit folgendem Text:
Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Wir wollen
sie meistern. Dabei sind wir auf Hilfe angewiesen – Hilfe von
Menschen, die mitmachen und sich einmischen. Auf diejenigen, die
Position beziehen wollen zu den großen Zukunftsfragen. Aber auch
auf die, die sich vor Ort um einen neuen Kinderspielplatz kümmern
oder sich für die Umwelt engagieren.
Wir Sozialdemokraten haben nicht sofort auf alles die richtige Antwort.
Aber wir laden alle ein, mit uns über richtige Antworten zu
diskutieren und diese Antworten dann gemeinsam umzusetzen. Demokratische
Willensbildung, die möglichst viele einbezieht, hat ihre Wurzeln
vor Ort. Wir wollen die Türen der SPD weit öffnen: für
neue Ideen, für neues Engagement, für neue Mitglieder."
Demokratische Willensbildung hat ihrer Wurzeln vor Ort.
Revolutinonäre Willensbildung
"Es muss demokratisch aussehen, ...
...aber wir müssen alles in der Hand haben."
Walter Ulbricht
Ergänzung
Der letzte Satz sollte lauten: Revolutionäre Willensbildung ebenso.