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Privatisierung Horst-Schmidt-Kliniken erwägen Expansion

22.06.2005 ·  Die Wiesbadener Horst-Schmidt-Kliniken erwägen eine Expansion nach Marburg und Gießen. Bis Donnerstag haben potentielle Bewerber die Möglichkeit, schriftlich ihr Interesse am Kauf der beiden Kliniken zu bekunden.

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Bis Donnerstag haben potentielle Bewerber die Möglichkeit, schriftlich ihr Interesse am Kauf der beiden Kliniken zu bekunden, die zu privatisieren die CDU-Mehrheit im Landtag gegen die Stimmen der Opposition beschlossen hat. Sie sollen als zusammengefaßtes Universitätsklinikum Gießen-Marburg zum Verkauf angeboten werden. Als Übernahme-Interessenten waren bislang die privaten Krankenhausketten Asklepios, Rhön-Klinikum und Helios im Gespräch.

Laut Bendel wird auch die HSK GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Landeshauptstadt, heute eine „Interessensbekundung“ abgeben. Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen könne er darüber hinaus aber nichts zu einem möglichen Engagement der Wiesbadener sagen. Zur Frage, welche Erfolgsaussichten er einer möglichen Bewerbung der HSK einräume, sagte der Stadtrat, mit Blick auf die vielfach geäußerten Bedenken gegen die Privatisierung könnte sich ein von der Landeshauptstadt gestütztes Engagement als „Kompromiß“ darstellen. Letztlich sei aber nicht einzuschätzen, wie streng das Land den Begriff „Privatisierung“ auslege.

Die HSK sind bislang schon mit den Kliniken in Hanau, Offenbach und mit zwei Frankfurter Häusern über „Geschäftsbesorgungsverträge“ verbunden. Das Kliniken-Netz, für deren Management die HSK verantwortlich sind, ist nach Darstellung ihres Geschäftsführers heute schon mindestens so groß wie die Kliniken Gießen und Marburg zusammen. Sollte es zu der Übernahme kommen, würde daraus der nach der LBK-Hamburg-Gruppe zweitgrößte deutsche Klinik-Verbund.

Die mit einem Kauf verbundenen Kosten schätzt Strehlau-Schwoll auf 200 bis 400 Millionen Euro. Wenn sich die HSK als Bieter an dem Verfahren beteiligen sollten, so der Geschäftsführer, würden sie das deshalb „mit Sicherheit nicht allein“ machen, sondern als Rhein-Main-Verbund mit einem kapitalgebenden Partner.

Quelle: müg.; F.A.Z. vom 23. Juni 2005
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