27.01.2012 · Preissprünge bei Heizöl und Sprit haben den Preisauftrieb in Hessen wieder etwas verstärkt. Die jährliche Inflationsrate stieg auf 1,9 Prozent an.
Im Monatsvergleich sank das Preisniveau hingegen um 0,3 Prozent. Ökonomen erwarten, dass der Preisdruck im Laufe des Jahres nachlassen wird. Im Gesamtjahr 2011 waren die Verbraucherpreise in Hessen um 2,0 Prozent gestiegen.
Die Statistiker führten den Anstieg der Jahresteuerung im Januar vor allem auf gestiegene Preise für Mineralölprodukte wie Kraftstoffe (plus 5,3 Prozent) und Heizöl (plus 16,3 Prozent) zurück. Auch Nahrungsmittel wie insbesondere Fleisch (plus 7,4 Prozent) oder Speiseöle (plus 13,9 Prozent) verteuerten sich überdurchschnittlich.
Die Preise für Unterhaltungselektronik gaben hingegen erneut deutlich (minus 6,7 Prozent gegenüber Januar 2011) nach. Billiger wurden im Jahresvergleich insbesondere PCs (minus 20,9 Prozent), Notebooks (minus 18,2 Prozent), Heimkino-Anlagen (minus 17,3 Prozent) und Digitalkameras (minus 15,7 Prozent).
Den Preisrückgang binnen Monatsfrist erklärten die Statistiker mit dem Ende der Weihnachtszeit. So lagen insbesondere die Preise für Pauschalreisen (minus 16,8 Prozent) und Ferienwohnungen (minus 32,8 Prozent) deutlich unter dem Niveau des Urlaubsmonats Dezember. Zudem führten Sonderangebote und Rabattaktionen zu sinkenden Preisen bei Bekleidung und Schuhen (minus 3,8 Prozent), Unterhaltungselektronik (minus 1,2 Prozent) oder Heimtextilien (minus 0,4 Prozent).
Hessen gehört mit Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen zu den sechs Bundesländern, deren Daten das Statistische Bundesamt zur Ermittlung der vorläufigen Inflationsrate für Deutschland heranzieht. Das Bundesamt will diese Rate am Montag bekanntgeben.