Home
http://www.faz.net/-gzg-79dvw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Parteitag der Hessen-CDU Gutes Ergebnis und leise Zweifel

Auf dem Landesparteitag der hessischen CDU Hessen lobt der Ministerpräsident die eigene Mannschaft und wird zum Spitzenkandidaten gewählt.

© dpa Vergrößern Soll vorangehen: Volker Bouffier (vorne), umringt von Franz Josef Jung, Michael Meister und Eva Kühne-Hörmann (v.l.)

Umfragewerte hin, Umfragewerte her. Die Zahlen, die für Volker Bouffier in diesen Tagen zählen, sind andere. Am Rande des Landesparteitags der CDU in Alsfeld spricht der Ministerpräsident, wie dieser Tage und Wochen auch sonst gerne und oft, von reduzierter Neuverschuldung. Von einer Rekordaufklärungsquote bei Straftaten, von mehr Erwerbstätigen und mehr Polizeibeamten denn je in Hessen, von 2500 zusätzlichen Lehrerstellen, einer Unterrichtsversorgung von mehr als 100 Prozent und davon, dass noch nie so viel Geld für Bildung und Wissenschaft ausgegeben worden sei, noch nie so wenige Schüler die Schule ohne Abschluss verlassen hätten wie heute. „Hessen ist spitze“, sagt er. Diesen Spitzenplatz gelte es zu verteidigen gegen die mit den derzeit so hohen Popularitätswerten, gegen „rot-grüne Politabenteurer“.

Ralf Euler Folgen:    

Der hessische CDU-Generalsekretär Peter Beuth muss schon von Amts wegen selbst ernüchternde Umfrageergebnisse als ermutigend ansehen. „Die Richtung stimmt“, gibt er als Parole aus, obwohl der derzeitige Koalitionspartner in Hessen, die FDP, um den Wiedereinzug in den Landtag bangen muss. Beuths Rechnung geht anders: Zwar liege in der jüngsten Befragung das rot-grüne Lager in Hessen noch mit 46 zu 43 Prozent vor der schwarz-gelben Regierungskoalition, aber vor 16 Monaten habe der Abstand noch 16 Prozentpunkte betragen. „Wir schließen auf“, machte der General den Delegierten beim Parteitag am Samstag Mut. „Wir schaffen das, wir werden den Rückstand noch aufholen.“ Der Beifall der knapp 300 Delegierten fällt mäßig aus.

Volker Bouffier brennt für die Politik

Bouffier übernimmt die Aufgabe, den Parteitag auf einen bevorstehenden Lagerwahlkampf einzuschwören, für Kampfesmut und Zuversicht zu sorgen. „Burning Heart“, die Hymne aus dem Achtziger-Jahre-Boxfilm „Rocky IV“, Untertitel „Der Kampf des Jahrhunderts“, schmettert aus den Lautsprechern, als der Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende am Vormittag mit seiner Frau Ursula in die Hessenhalle in Alsfeld einzieht. Mit kühlem Kopf, aber brennendem Herzen wolle er für die CDU und für Hessen fighten, sagt Bouffier.

 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Hessens Ministerpräsident Bouffier in Berlin zu Bundesratspräsident gewählt

Im 25. Jahr des Mauerfalls ist Ministerpräsident Bouffier am Freitag zum Präsidenten des Bundesrats gewählt worden. Seine Amtszeit stellt er darum unter das Motto Grenzen überwinden. Mehr

10.10.2014, 15:10 Uhr | Rhein-Main
Schwarz-Rot oder ein Novum?

Die CDU wird Umfragen zufolge abermals stärkste Kraft in der Wahl in Thüringen. Sie würde gerne weiter mit der SPD koalieren. Die Sozialdemokraten indes halten sich alle Optionen offen. Nutzen könnte das dem Spitzenkandidaten der Linken: Bodo Ramelow. Mehr

14.09.2014, 18:57 Uhr | Politik
Parteitag der Grünen Grünes Kuscheln in Hessen

Nur rund 200 Teilnehmer kommen zum ersten Parteitag der hessischen Grünen nach dem Start der Koalition mit der CDU. Das Treffen in Fulda zeigt: Was vor Monaten als undenkbar galt, ist mittlerweile Alltag. Mehr

12.10.2014, 17:20 Uhr | Rhein-Main
Nächste Runde für Rot-Rot in Brandenburg?

Er will weiter den Ton angeben, auch wenn das nicht in allen Ohren wie Musik klingen mag: SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke möchte bei der Landtagswahl am 14. September erstmals selbst als Spitzenkandidat der SPD einen Wahlsieg im Land Brandenburg erringen und damit auch hier die Nachfolge von Manfred Stolpe und Matthias Platzeck antreten. Mehr

09.09.2014, 17:41 Uhr | Politik
Schwarz-Grün unter Druck Windräder gefährden das Klima

Windrad hier oder da? Lange schon wird über die Energiewende diskutiert. Zusehends testet das Thema die Belastbarkeit der schwarz-grünen Koalition. Von der Möglichkeit eines politischen Klimawandels. Mehr Von Ewald Hetrodt, Wiesbaden

24.10.2014, 10:18 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 26.05.2013, 09:00 Uhr

Ein aufregendes Bauwerk

Von Rainer Schulze

Die Europäische Zentralbank lässt sich sehen. So sehr, dass Frankfurt mit dem neuen Doppelturm ein weiteres Wahrzeichen bekommt. Trotzdem bleiben einige Schönheitsfehler. Mehr 1 2

Nach oben