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Palmengarten-Gesellschaftshaus Hoffnung auf die Rückkehr der Karnevalisten

Nach der Diskussion über zu teure Speisen im frisch renovierten Palmengarten-Gesellschaftshaus, wollen die Gastronomen das Haus nun stärker für die Frankfurter öffnen.

© Eilmes, Wolfgang Großer Saal für große Feste: Festakt zur Eröffnung des Gesellschaftshauses im Dezember.

Die Berichte über die Wiedereröffnung des Palmengarten-Gesellschaftshauses haben bei Hans Böckler viele Erinnerungen geweckt. Und beim Stöbern in alten Unterlagen hat der Frankfurter einige Andenken an seine ersten Feiern im Palmengarten entdeckt: Eine Eintrittskarte zu einer „Vorweihnachtlichen Feier“ der Frankfurter Jugendverbände aus dem Dezember 1946, die er als Abiturient erlebte. Und das Programm des Universitäts-Balls aus dem Dezember 1947, an dem der heute Fünfundachtzigjährige seinerzeit als Medizinstudent teilnahm. Solche Erinnerungen sind es, die das Gesellschaftshaus für viele Frankfurter zu etwas ganz besonderem machen. Und die dazu geführt haben, dass in den vergangenen Wochen immer wieder Kritik daran laut wurde, dass das Feiern im Gesellschaftshaus seit der Wiedereröffnung für manchen unerschwinglich scheint.

Patricia Andreae Folgen:

Karnevals-Sitzungen wird es in den nächsten Wochen nach Auskunft von Robert Mangold, Geschäftsführer und Gesellschafter der Pächtergesellschaft mit den Tigerpalast-Betreibern Johnny Klinke und Margareta Dillinger, im Gesellschaftshaus keine geben. Das liege aber nicht an den Pacht-Tarifen, hier gebe es eine vertraglich festgelegte Sonderregelung für Fastnachter. Sondern daran, dass der Zeitpunkt der Wiedereröffnung so lange unklar war, dass die meisten Vereine sich mindestens für diese Session schon anderweitig ihre Säle gesichert hätten. Mangold hofft aber, dass einige von ihnen mit ihren Sitzungen von 2014 an in den Palmengarten zurückkehren. Auch dann werden sie den vollen Preis von derzeit 6500 Euro Saalmiete nicht zahlen müssen. Teurer als bei der Saalbau wird es aber in jedem Fall, denn auch wenn die Karnevalsvereine laut Vertrag nur so viel Miete zahlen müssen wie bei ihrer letzten Buchung im Palmengarten, so sind doch die Nebenkosten für Strom und Reinigung erheblich gestiegen. Und schließlich, so Mangold, zahle die neue Gesellschaft mit monatlich 25500 Euro Grundpacht fast drei mal soviel wie ihr Vorgänger.

Oft 20 Prozent günstiger als Mitbewerber

Grundsätzlich, sagt Robert Mangold, liege das Palmengarten-Gesellschaftshaus auf dem Preisniveau vergleichbarer sogenannter Event-Locations. Das Bockenheimer Depot beispielsweise koste 10000 Euro, die Alte Oper verlange für den großen Saal 25000 Euro. Das Zoo-Gesellschaftshaus habe schon vor seiner Schließung einen Grundpreis von 4500 Euro ohne Tische und Stühle gehabt, und auch in der Klassikstadt in Fechenheim zahle man schon weit mehr als 4000 Euro. Auch mit dem Kurhaus in Wiesbaden beispielsweise oder dem Capitol in Offenbach sei das Gesellschaftshaus vergleichbar. „Im Jahr 2005, als die Mietpreise mit dem Palmengarten und dem Magistrat der Stadt abgestimmt wurden, kosteten der Hermann Josef Abs Saal 4500 Euro, die Union Halle 5200, der Tiersch-Saal in Wiesbaden 4600 für sechs Stunden und das Capitol in Offenbach 6000 Euro“, sagt Mangold, „überall kommen dann noch die Möbel und die Ausstattung dazu.“

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