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Opel Diesel, Öko, Oberklasse

12.09.2007 ·  Mit dem Öko-Auto „Flextreme“ will Opel bei der IAA auf sich aufmerksam machen. Vor allem die Präsentation umweltfreundlicherer Autos prägt die Selbstdarstellung von Opel, Saab und den übrigen Marken des Konzerns.

Von Hanns Mattes
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Mit dem Öko-Auto „Flextreme“ will Opel bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) auf sich aufmerksam machen. Doch für mehr Aufsehen am Sitz des Konzerns in Rüsselsheim als der umweltfreundliche Kleinwagen mit dieselelektrischem Antrieb hat eine Ankündigung gesorgt: Laut Carl-Peter Forster, Europachef des Mutterkonzerns General Motors (GM), will das Traditionsunternehmen wieder einen Oberklasse-Wagen fertigen. Vor allem im Stammwerk knüpfen sich an Forsters Worte große Hoffnungen, denn das neue Spitzenmodell könnte von 2009 an im mäßig ausgelasteten Stammwerk montiert werden. Das zumindest hofft auch Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz, der damit eine alte Forderung der Arbeitnehmervetreter erfüllt sähe.

Während Forsters Mitteilung, die vor vier Jahren vorgestellte Oberklasse-Studie solle nun in ein Serienmodell umgeformt werden, am Tag vor der IAA-Pressekonferenz von GM aufhorchen ließ, so bestimmt vor allem die Präsentation umweltfreundlicherer Autos die Selbstdarstellung von Opel, Saab und den übrigen Marken des Konzerns. Forster und auch GM-Vorstandsvorsitzender Rick Wagoner sowie Opel-Chef Hans Demant warben gestern auf der IAA für die GM-Konzepte. Dazu zählen Autos, die in einer Brennstoffzelle aus Wasserstoff Energie gewinnen wie der „Huydrogen 4“, sparsame und emmissionsarme Dieselmotoren und Aggregate, die wahlweise mit Benzin, Gas oder Ethanol betrieben werden können. Forster warnt jedoch davor, sich zu sehr auf Hybridantriebe mit Diesel- und Verbrennungsmotor zu kaprizieren: Umweltfreundliche Automobile, sagte der GM-Europachef, müssten auch für einen großen Kundenkreis erschwinglich sein.

„Lust an Fahrspaß und Dynamik“

Und so wird auch die Studie „Flextreme“ zumindest nicht in der Form zur Serienreife gelangen, wie sie vorgestellt worden ist. 55 Kilometer weit soll das Auto allein mit Elektroantrieb fahren können. Die Akkumulatoren werden bei Bedarf durch einen kleinen Turbo-Diesel wieder aufgeladen, auf das eine Reichweite von etwas mehr als 700 Kilometern entsteht - bei einem Durchschnittsverbrauch von 1,5 Litern auf 100 Kilometern und einem Kohlendioxidausstoß von nur noch 40 Gramm pro Kilometer. Zum Konzeptauto gehören auch zwei kleine Elektroroller, die in einem flachen Staufach im Heck des Flextreme verstaut werden können. Die Elektro-Reichweite von 55 Kilometern kommt dabei nicht von ungefähr: Rund 80 Prozent aller Autofahrer bewegen nach Forsters Angaben ihren Wagen täglich innerhalb dieser Distanz.

Neben dem Flextreme wurde noch die neue Version des Opel-Kleinwagens Agila vorgestellt. Und als weiteres Öko-Auto kündigte Wagoner einen Corsa mit Hybridantrieb und einem Verbrauch von rund 3,7 Litern Diesel an. Schließlich stellte er den ersten Kombi in der 104 Jahre währenden Geschichte der GM-Marke Cadillac und die neuen Chevrolet-Modelle vor - alles laut Wagoner Beispiele für das Bestreben, effizientere und umweltschonendere Motoren anzubieten. Rein optisch einen schwarzen Fleck im vom Forster propagierten grünen Trend der Automobilherstellung bietet die Opel-Schwestermarke Saab: Das Sondermodell „Turbo X“ bietet aus einem aufgeladenen Motor 280 Pferdestärken und Vierrad-Antrieb. Beworben wird die Karosse allerdings nicht mit Umweltschutz und Spritverbrauch, sondern der „Lust an Fahrspaß und Dynamik“.

Quelle: F.A.Z., 12.09.2007, Nr. 212 / Seite 46
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Jahrgang 1964, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Kreis Groß-Gerau.

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